Das Rathaus in Hamburg. © picture alliance / rtn - radio tele nord

Die Reaktionen aus Hamburg zu den Landtagswahlen

Stand: 15.03.2021 07:16 Uhr

Grüne und SPD starten mit einem Etappensieg in das Superwahljahr 2021, die CDU mit einem deutlichen Dämpfer. In Hamburg fallen die Reaktionen zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gemischt aus.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher gratulierte der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (beide SPD) zum erneuten Wahlsieg: "Das ist ein gutes Ergebnis für Rheinland-Pfalz und die SPD", sagte Tschentscher am Sonntagabend. Das gebe der Partei Rückenwind für die weitere Regierungsarbeit. Hamburgs stellvertretender SPD-Chef Matthias Bartke nannte das Abschneiden seiner Partei in Baden-Württemberg "bitter". Die SPD kam dort auf 11 Prozent.

Grüne: "Super-Einstieg"

Hamburgs Grünen-Vorsitzende Anna Gallina sprach von einem "Super-Einstieg in ein Super-Wahljahr". Besonders freue sie, dass "die Wählerinnen und Wähler die Grünen in beiden Ländern in der Regierungsverantwortung stärken wollten", sagte sie dem Hamburg Journal.

CDU: "Bittere Niederlage"

Ploß, CDU
Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß bedauerte das Abschneiden seiner Partei in beiden Ländern.

Der Hamburger CDU-Landesvorsitzende Christoph Ploß bedauerte das Abschneiden der Christdemokraten in beiden Ländern. "Die Wahlergebnisse sind eine bittere Niederlage für die CDU - da gibt es nichts zu beschönigen." Sie ließen sich aber nicht nur mit der Politik in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg erklären. "Die Masken-Affäre hat zuletzt Vertrauen zerstört und die Menschen in Deutschland erwarten ein besseres Corona-Management."

"Nicht ganz einfach für die Linke"

Hamburgs Linken-Sprecherin Żaklin Nastić sagte dem Hamburg Journal: "Der Süden Deutschlands ist nicht ganz einfach für die Linke." Aber auch bei den anstehenden Landtagswahlen etwa in Thüringen und Berlin werde man einen "engagierten Wahlkampf trotz Corona" führen.

AfD: "Beachtlicher Wahlerfolg"

Trotz Verlusten in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg sprach Hamburgs AfD-Chef Dirk Nockemann von einem beachtlichen Wahlerfolg für seine Partei, "wenn man bedenkt, wie groß die Widerstände auf allen Ebenen gewesen sind". Der Verfassungsschutz habe versucht, die AfD als rechtsextrem zu diskreditieren.

"Sehr guter Start" für die FDP

Für die Hamburger FDP sprach Ria Schröder von einem "sehr guten Start in das sehr spannende Jahr". Die Ergebnisse zeigten, dass die FDP "mit ihrem Kurs, die Regierung zwar zu kritisieren, aber die Pandemie nach wie vor ernst zu nehmen, auf dem richtigen Weg ist".

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 15.03.2021 | 19:30 Uhr

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