Die Musterfassade vom Elbtower steht an der Bahnstation Elbbrücken. © NDR Foto: Screenshot

Der lang erwartete Bauantrag für den Elbtower ist da

Stand: 23.12.2020 13:29 Uhr

Der 245 Meter hohe Büro- und Hotelturm an den Hamburger Elbbrücken soll den Abschluss der Hafencity bilden. Jetzt hat der Bauträger Signa aus Österreich die Baupläne für den Wolkenkratzer vorgelegt.

Nun liegt der Bauantrag also doch noch in diesem Jahr vor: Zuletzt spekulierten Medien, die Coronakrise habe Auswirkungen auf den 245 Meter hohen Büro- und Hotelturm am Ende der Hamburger Hafencity. Denn der Investor Signa gehört zum Konzern des österreichischen Milliardärs René Benko, der auch die Kaufhof-Galleria Kaufhäuser führt. Die kämpfen mit milliardenschweren Umsatzeinbrüchen. Signa erklärte immer, der Elbtower sei davon unberührt.

Eigentlich sollte der Bauantrag Mitte des Jahres vorliegen. Nun legte Signa die 400 Aktenordner mit Planunterlagen Hamburgs Stadtentwicklungsbehörde zur Prüfung vor. Das Unternehmen spricht von einem Meilenstein für den Bau.

Elbtower braucht sehr tiefe Fundamente

Im zweiten Quartal nächstes Jahr will man die Baugrube und die Fundamente vorbereiten, also loslegen. Testbohrungen hatten ergeben, dass der Boden an den Elbbrücken etwas fester ist als gedacht und die Fundamente nicht 111 Meter, sondern nur gut 70 Meter in den Boden gerammt werden müssen.

Vor einer Woche hatte Signa den ersten Mieter vermeldet: Die Hamburg Commercial Bank will 11.000 Quadratmeter Büros mieten - das entspricht einem Achtel der gesamten Bürofläche. Die Auswahl des Hotelbetreibers soll unmittelbar bevorstehen. Die Kosten für Dutschlands geplantes dritthöchstes Gebäude werden auf mindestens 700 Millionen Euro geschätzt. Fertig soll es im Jahr 2025 sein.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.05.2020 | 12:00 Uhr

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