Das sagt Hamburgs Wirtschaft zum Ampel-Koalitionsvertrag

Stand: 25.11.2021 11:41 Uhr

Der Koalitionsvertrag von SPD, FDP und Grünen auf Bundesebene steht. Die Reaktionen der Hamburger Wirtschaft sind verhalten.

"Das ist nur ein lauwarmes Bekenntnis für den Industriestandort Hamburg und Deutschland", sagte Matthias Boxberger, Chef des mächtigen Industrieverbands Hamburg. Er hätte sich ein starkes Investitionsprogramm gewünscht, das für schnellen Aufschwung nach Corona sorgt. Für die Hamburger Handelskammer ist es richtig, dass die neue Koalition unter anderem auf Digitalisierung und die Herstellung von Wasserstoff setzt. Allerdings nimmt Präses Norbert Aust auch die langen Planungs- und Genehmigungsverfahren ins Visier. Die Zeit dafür müsse mindestens halbiert werden.

Der Koalitionsvertrag sende viele wichtige Signale, heißt es beim Arbeitgeberverband Nordmetall. Es fehle jedoch an Mut. "Kritikwürdig" nennt Hauptgeschäftsführer Nico Fickinger die geplante Anhebung des Mindestlohns. Außerdem würden den Unternehmen neue Lasten aufgebürdet, indem sie praktisch dauerhaft dazu verpflichtet seien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Homeoffice zu ermöglichen.

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Norbert Walter-Borjans, Bundesvorsitzender der SPD (l-r), Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat und geschäftsführender Bundesfinanzminister und Christian Lindner, Parteivorsitzender der FDP, auf dem Weg zur Pressekonferenz.  Foto: Kay Nietfeld

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Norbert Walter-Borjans (SPD), Annalena Baerbock, Robert Habeck (beide Bündnis 90/Die Grünen) Olaf Scholz (SPD), Christian Lindner, Volker Wissing (beide FDP) und Saskia Esken (SPD, v.l.n.r.) © dpa Foto: Kay Nietfeld

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.11.2021 | 12:00 Uhr

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