Stand: 03.05.2019 15:48 Uhr

Das Erzbistum Hamburg schrumpft deutlich

Das Erzbistum Hamburg wird laut einer Studie in den nächsten 40 Jahren rund 40 Prozent seiner Mitglieder verlieren. Derzeit gehören zur katholischen Kirche in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg noch gut 402.000 Gläubige. Im Jahr 2060 werden es wohl nur noch 241.000 sein, wie der Leiter des Fachreferats Controlling, Mathias von Waldenfels, am Freitag sagte. Deutschlandweit sehen die Prognosen sogar noch düsterer aus: Die Studie der Universität Freiburg sieht insgesamt einen Mitgliederschwund von 48 Prozent.

40 Gebäude sollen schließen

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Zentrum des Erzbistums Hamburg: Der Mariendom St. Georg.

In der katholischen Kirche Hamburg sollen bald einige der 40 Kirchengebäude geschlossen werden. Welche das sind, soll Anfang des Jahres feststehen. Das Erzbistum Hamburg steht im Bundesvergleich noch gut da, weil viele junge Leute aus katholischen Gegenden hier herziehen, um hier zu arbeiten. Doch gerade die jüngeren Leute um die 30 Jahre würden in Hamburg besonders häufig aus der Kirche austreten und ihre Kinder immer seltener taufen lassen, sagte Generalvikar Ansgar Thim.

"Deshalb gerate ich nicht in Panik und auch nicht in Resignation", sagte Thim. "Wir sind auf dem Weg und haben im Erzbistum Hamburg einen Erneuerungsprozess schon vor zwei Jahren begonnen. Wir werden jetzt mehr unsere Kernaufgaben betrachten und Programme entwickeln müssen."

Schulschließungen seien nötig

Thim verteidigte noch einmal die geplante Schließung von mindestens sechs der 21 katholischen Schulen in Hamburg. Wegen der Überschuldung sei das letztlich die Rettung des katholischen Schulsystems gewesen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.05.2019 | 16:00 Uhr

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