Stand: 24.01.2020 17:02 Uhr

Dampfeisbrecher "Stettin" kommt in die Werft

Der Dampfeisbrecher "Stettin" liegt im Hafen. © dpa/picture alliance Foto: Bernd Wüstneck
Der Dampfeisbrecher "Stettin" wurde bei der Kollision auf der Hanse Sail 2017 aufgeschlitzt. Jetzt wird der Schaden endgültig repariert.

Vor mehr als zweieinhalb Jahren ist der Hamburger Dampfeisbrecher "Stettin" bei der Hanse Sail in Rostock mit einer Fähre zusammengestoßen. Nun wird der Schaden an dem historischen Schiff repariert. Eigentlich sollte die mehr als 80 Jahre alte "Stettin" bereits am Freitag bei der Norderwerft auf Steinwerder ins Dock gehen. Aber dichter Nebel am Morgen ließ nicht zu, dass der kohlebefeuerte Dampfeisbrecher dorthin verholt werden konnte. Neuer geplanter Docktermin ist jetzt der Montag.

Leck nur notdürftig abgedichtet

Acht Wochen lang soll die "Stettin" auf dem Trockenen bleiben. Beim Zusammenstoß mit einer Fähre war der Rumpf auf der Steuerbordseite auf rund zwei Metern aufgeschlitzt worden - zum Glück über der Wasserlinie. Das Leck wurde zunächst nur notdürftig mit einer aufgeschweißten Stahlplatte abgedichtet. Jetzt soll der Rumpf so repariert werden, dass von dem Unfall nichts mehr zu sehen ist. Die neuen Platten werden deshalb wie vor 80 Jahren zusammengenietet - und nicht geschweißt. Außerdem wird das übrige Unterwasserschiff überholt und gestrichen.

Kosten bei einer Million Euro

Der Verein, der das Schiff betreibt, rechnet mit Kosten von rund einer Million Euro. Beim Hamburger Hafengeburtstag im Mai dieses Jahres soll die "Stettin" wieder von ihrem Liegeplatz in Övelgönne aus zu Gästefahrten starten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.01.2020 | 19:00 Uhr

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