Stand: 18.06.2020 09:14 Uhr

Corona-Regeln in Lokalen: Was das "Barkombinat" fordert

Bar- und Kneipenbetreibern vom Bündnis "barkombinat Hamburg" fordern bei einer Kundgebung in Hamburg mehr Unterstützung. © picture alliance/dpa Foto: Christian Charisius
"Das Produkt 'Bar' geht kaputt": Das "Barkombinat" hatte sich schon im Mai zusammengetan.

Barbetreiberinnen und Barbetreiber in Hamburg fühlen sich in der Corona-Krise von der Stadt ignoriert. Rund 90 Lokale haben sich zum sogenannten Barkombinat zusammengeschlossen und fordern Gespräche mit dem Senat.

Vor den Bars wird gecornert, drinnen tote Hose

Die bisherigen Corona-Lockerungen nützen den Barbetreibern nach eigener Aussage nur wenig. "Während draußen inzwischen auch größere Gruppen zusammen cornern, dürfen wir drinnen nur begrenzt bedienen und nerven unsere Gäste mit Namenslisten", sagen viele der Wirte. Sie kritisieren, dass Kontrollen draußen weniger konsequent durchgeführt würden. Probleme haben die Betriebe zum Beispiel in der Schanze mit Feiernden, die unmittelbar vor dem Laden gegen Auflagen verstoßen, aber gar nicht Gast des Lokals sind.

Wer draußen ausnahmsweise Flächen für Tische nutzen kann, wie die "Laundrette" in Ottensen oder das "Frieda B." auf dem Hans-Albers-Platz, berichtet von hinderlicher Bürokratie. Wer vor dem Tresen mit weniger als anderthalb Meter Platz ausgestattet ist, wie zum Beispiel der "Sorgenbrecher" auf dem Hamburger Berg, hat gar nicht geöffnet.

Beschränkung auf zwei Haushalte soll fallen

Die Mitglieder des "Barkombinats" äußern grundsätzlich Verständnis für Corona-Regeln, stören sich aber an der Beschränkung auf zwei Haushalte pro Tisch. Die würde Gäste am meisten abschrecken. In anderen Bundesländern sind inzwischen Gruppen aus mehr Haushalten erlaubt.

Vor drei Wochen gab es einen offenen Brief der Wirte an Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) - eine Antwort habe es aber noch nicht gegeben.

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.06.2020 | 06:30 Uhr

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