Eine Frau mit Maske schaut durch eine Fensterscheibe. © picture alliance/Frank May Foto: Frank May

Corona-Maßnahmen: Ab Freitag gilt nächtliche Ausgangssperre

Stand: 31.03.2021 19:39 Uhr

In Hamburg gilt ab Karfreitag eine nächtliche Ausgangssperre. Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr des Folgetages dürfen Hamburger und Hamburgerinnen dann das Haus nicht mehr verlassen. Doch es gibt Ausnahmen.

Der Hamburger Senat hat in einer Sonder-Pressekonferenz am Mittwoch neue Corona-Einschränkungen vorgestellt. Ab Karfreitag gilt nun für alle Hamburgerinnen und Hamburger, dass sie nach 21 Uhr bis 5 Uhr das Haus nicht mehr verlassen dürfen. "Die Infektionsdynamik ist zu stark. Wir müssen eine deutliche Bremsung hinbekommen", sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zur Begründung. Er forderte die Hamburgerinnen und Hamburger auf, sich an die neuen Regeln zu halten, die vorerst bis zum 18. April gelten sollen.

Ausnahmen für die Ausgangssperre

Von der Ausgangssperre ausgenommen sind alle Menschen, die triftige Gründe haben, sich draußen aufzuhalten. Dazu zählen beispielsweise der Arbeitsweg, medizinische Notfälle und die Versorgung von Tieren, und auch Gassi gehen mit dem Hund.

Einzelhandel schließt ab 21 Uhr

Auch der Einzelhandel ist von der nächtlichen Ausgangssperre betroffen. Alle Geschäfte sollen spätestens ab 21 Uhr schließen. Apotheken und Tankstellen sind ausgenommen. Auch wer Essensbestellungen in einem Restaurant oder Imbiss abholt, kann dies nur bis 21 Uhr tun. Die Lieferung von Essen bleibt aber auch nach 21 Uhr möglich.

Joggen nur alleine

Um trotz der nächtlichen Ausgangssperre Bewegung im Freien haben zu können, ist erst zu diesem Zweck auch möglich, während der Ausgangssperre nach draußen zu gehen. Allerdings darf hier nur eine Person alleine rausgehen, um beispielsweise zu Joggen, Fahrrad zu fahren oder mit dem Hund Spazieren zu gehen.

Polizeikontrollen und Bußgeld

Die Polizei kontolliert die Einhaltung der Maskenpflicht. © picture alliance/dpa Foto: Markus Scholz
Ende Februar kontrollierte die Hamburger Polizei die Einhaltung der Maskenpflicht. Verstärkte Kontrollen soll es auch während der Ausgangssperre geben.

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) hat angekündigt, dass die Polizei die Einhaltung der Ausgangssperre kontrollieren wird. Er warb am Mittwoch für Verständnis darum, dass die Beamtinnen und Beamten nachfragen, wenn sie Menschen nach 21 Uhr auf der Straße antreffen. Bei Verstößen gegen die Ausgangssperre soll ein Bußgeld von mindestens 150 Euro erhoben werden, kündigte der Innensenator an.

Die Regelungen gelten bis 18. April. Sollte die Inzidenz in Hamburg aber weiter steigen und den Wert von 200 erreichen, würde der Senat im Rahmen der von Bund und Ländern beschlossenen Strategie noch weitergehende Maßnahmen ergreifen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.04.2021 | 07:00 Uhr

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