Stand: 03.04.2020 16:14 Uhr

Corona: Google-Studie zu Bewegungsdaten

Halten sich die Hamburger im öffentlichen Leben an die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie - oder nicht? Dazu hat der Internetkonzern Google jetzt erstmals Bewegungsdaten von Smartphones ausgewertet. Das Ergebnis: Rund 70 Prozent weniger Menschen sind in Hamburg mit Bussen und Bahnen unterwegs. In Supermärkten, beim Bäcker und in Apotheken tummeln sich nur noch halb so viele Menschen wie in der Zeit vor der Corona-Pandemie.

Viele Hamburger im Homeoffice

Die Google-Daten liefern auch den Beleg dafür, dass fast die Hälfte der Hamburgerinnen und Hamburg im Homeoffice ist, also nicht mehr zum angestammten Arbeitsplatz kommt. Der Internetkonzern hat für seine Studie die anonymisierte Daten vom Jahresanfang mit der Zeit bis zum vergangenen Wochenende verglichen, als die wesentlichen Kontaktbeschränkungen bereits galten.

Berliner anscheinend disziplinierter

Dabei fällt auf, dass Hamburgerinnen und Hamburger zwar weniger in Parks und öffentlichen Grünanlagen sind, aber doch noch wesentlich häufiger als im bundesweiten Durchschnitt. Selbst in Berlin werden Parks seit dem Beginn der Corona-Welle mehr gemieden - obwohl die Zahl der Infizierten dort deutlich geringer ist als in Hamburg.

Daten sind laut Google anonymisiert

Aus den Bewegungsdaten von Smartphones lassen sich nach Angaben von Google Trends erkennen - Rückschlüsse darauf, welcher Handynutzer wo war, seien dagegen nicht möglich. Die Daten seien anonymisiert.

Bußgelder für Verstöße

Seit Freitag gilt in Hamburg ein neuer Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Corona-Auflagen. Laut Andy Grote (SPD) sind bei wiederholter Missachtung Strafen von bis zu 25.000 Euro möglich. Das verkündete Hamburgs Innensenator am Donnerstag nach einer Sondersitzung des Senats.

 

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Innensenator Andy Grote bei der Landespressekonferenz. © NDR Foto: Screenshot

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.04.2020 | 15:00 Uhr

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