Das Eingangsportal des UKE in Hamburg Eppendorf.

Corona-Finanzspritze fürs UKE sorgt für Ärger

Stand: 30.09.2020 17:13 Uhr

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bekommt in der Corona-Krise eine Finanzspritze von der Stadt in Millionenhöhe. Bei anderen Krankenhäusern in Hamburg sorgt das für Ärger.

"Ich muss erst einmal meinen Puls unter Kontrolle bringen", sagte ein verärgerter Hamburger Krankenhaus-Chef, als er von der Summe erfahren hatte. Gut 40 Millionen Euro überweist die Stadt dem Universitätsklinikum, weil es in der Corona-Krise Verluste gemacht hat. Was den Krankenhaus-Chef aufregt: Vor großen Herausforderungen hat nicht nur das UKE gestanden, sondern alle Krankenhäuser.

"Grobe Ungleichbehandlung"

Doch er müsse in erster Linie mit den Finanzhilfen auskommen, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereit stelle, während das UKE zusätzlich großzügige Hilfe der Stadt bekomme. Das sei eine grobe Ungleichbehandlung, so der Krankenhaus-Chef. Und er ist nicht der Einzige, der im Gespräch mit NDR 90,3 zu dieser Einschätzung kommt.

Die zuständige Wissenschaftsbehörde sieht das ganz anders: Sie argumentiert, dass sich ein Universitätsklinikum nicht mit den übrigen Krankenhäusern vergleichen lasse - sondern nur mit anderen Universitätskliniken. Und in diesem Vergleich stehe das UKE gut da, was die Corona-Verluste angeht. Außerdem müsse Hamburg diese Verluste früher oder später sowieso ausgleichen, weil es der Stadt gehöre. Der CDU im Hamburger Rathaus reicht das nicht, sie fordert weitere Erklärungen der Stadt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.09.2020 | 17:00 Uhr

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