Der Schleppsaugbagger arbeitet im Hafen in Hamburg auf der Elbe. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Reinhardt

Chinesischer Konzern will Schlick aus der Elbe baggern

Stand: 16.04.2021 07:55 Uhr

Auch nach der Elbvertiefung müssen regelmäßig Schlick und Sand ausgebaggert werden zwischen Hamburg und Cuxhaven. Der Bund sucht dafür jetzt Firmen. Interesse hat nach Informationen von NDR 90,3 auch ein chinesischer Konzern.

Rund 100 Millionen Euro gibt der Bund jedes Jahr dafür aus, die Fahrrinne der Elbe auf Tiefe zu halten, allein auf der Strecke zwischen Wedel und Cuxhaven. In Hamburg kommt regelmäßig noch einmal die gleiche Summe dazu. Bis Anfang Mai können sich europaweit Firmen um den lukrativen Job bewerben.

Chinesischer Staatskonzern interessiert

Bislang sind vor allem deutsche, niederländische und belgische Firmen zum Zug gekommen - zusätzlich zu einem eigenen Baggerschiff, das der Bund betreibt. Nun drängt offenbar ein neuer Konkurrent auf die Elbe, der chinesische Staatskonzern China Communications Construction Company. Ein Gigant mit mehr als 100.000 Beschäftigten, der weltweit große Bauprojekte umsetzt.

In der deutschen Bauwirtschaft stößt das Interesse der Chinesen auf Skepsis. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung will sich nicht im Detail äußern, verweist darauf, dass das Verfahren noch läuft. Entschieden werden soll Anfang kommenden Monats.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.04.2021 | 08:00 Uhr

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