Stand: 05.06.2019 06:53 Uhr

CDU will Schwung in Seniorentreffs bringen

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Wollen aufregendere Dinge tun, als Basteln oder Karten: Jüngere Senioren nutzen die Treffs immer seltender.

Die Hamburger CDU fordert mehr Geld für die Seniorentreffs in der Hansestadt. Obwohl es immer mehr alte Menschen in Hamburg gibt, werden die Treffs seit Jahren immer weniger genutzt. Mit einem Antrag in der Bürgerschaft will die CDU wieder Schwung in die oft eingestaubten Einrichtungen bringen.

Mit den klassischen vier "K"s: Kaffee, Kuchen, Klönen und Karten könnten vor allem jüngere Senioren nicht mehr erreicht werden, sagt der seniorenpolitischer Sprecher der CDU, Wolfhard Ploog. Ein Problem sei außerdem, dass von den 82 Seniorentreffs der Stadt nur 29 eine hauptamtliche Leitung haben. Unter dem Motto "Hauptamt stärkt Ehrenamt" fordert die CDU deshalb Mittel, mit denen jede Leitung für mindestens zehn Stunden die Woche bezahlt werden kann. Außerdem sollte es demnach eine Bestandsaufnahme geben, damit klar ist, wo zum Beispiel nötige Renovierungen anstehen, oder neue Möbel gebraucht werden.

450.000 Euro zusätzlich vorgesehen

Die zuständige Gesundheitsbehörde verweist darauf, dass im Doppelhaushalt für dieses und nächstes Jahr bereits 450.000 Euro zusätzlich für die Treffs eingeplant sind. In den kommenden Monaten sollen weitere Gelder fließen. Wie viel genau, und wofür die Sondermittel konkret ausgegeben werden, steht noch nicht fest.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.06.2019 | 12:00 Uhr

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