Eine Baustelle für Wohnungen in Hamburg, aufgenommen vor dem Richtfest. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Reinhardt

CDU fordert: Wohnungsbau nicht zu Lasten von Grünflächen

Stand: 13.01.2022 08:30 Uhr

Einerseits sollen möglichst viele Wohnungen gebaut werden - das wisse auch die CDU - andererseits soll aber auch Hamburgs Stadtgrün geschützt werden.

Innerhalb des sogenannten 2. Grünen Rings werde gebaut, ohne dass die Stadt dafür ausreichend Ausgleichsflächen schaffe, meint die CDU. Der 2. Grüne Ring verlaufe über mehrere Stadtteile und schließe Grünflächen wie den Altonaer Volkspark, den Ohlsdorfer Friedhof und den Harburger Stadtpark ein.

CDU kritisiert Schlupflöcher in Stadtgrün-Vertrag

Erst vor einem halben Jahr habe der Senat den Vertrag für Hamburgs Stadtgrün verabschiedet. Darin sind Forderungen der Volksinitiative "Hamburgs Grün erhalten" umgesetzt, zum Beispiel dass Wohnungsbau nicht auf Kosten von Hamburgs Parks und Wäldern stattfinden solle. Der Vertrag biete zu viele Schlupflöcher, kritisiert nun CDU-Fraktionschef Dennis Thering. So könne die Stadt weiterhin ersatzlos Grünflächen versiegeln oder Bäume fällen.

Bürgerschaftsantrag soll Grünflächen retten

Die CDU wolle nun, dass der Vertrag für Hamburgs Stadtgrün im ganzen Stadtgebiet gelten solle. Grünflächen sollen nicht mehr für den Wohnungsbau geopfert werden. Einen entsprechenden Antrag wolle die CDU in der kommenden Woche in die Bürgerschaft einbringen.

Weitere Informationen
Menschen sitzen in einem Hamburger Park auf einer Bank.

"Vertrag für Hamburgs Stadtgrün" unterzeichnet

Behörden, Bezirke und öffentliche Unternehmen verpflichten sich darin zum Schutz der Grünflächen in der Hansestadt. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.01.2022 | 08:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Mehrere Menschen stehen bei einer Feier an der Elbe in Hamburg. © picture alliance/dpa/TNN

Polizei löst Partys in Hamburg mit bis zu 200 Teilnehmern auf

Nachdem die Party in der Nähe vom Dockland aufgelöst wurde, zogen die Jugendlichen in die Hafencity, wo die Polizei erneut einschritt. mehr