Stand: 21.05.2019 12:06 Uhr

Bunker-Umbau sorgt für Ärger

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Ob der Bunker so grün wird, wie ursprünglich geplant, ist fraglich. (Visualisierung)

Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert, den Umbau des Bunkers an der Feldstraße zu stoppen. Was dort passiere, sei nicht nur ein städtebaulicher, sondern auch ein kulturpolitischer Skandal, sagte der kulturpolitische Sprecher der Linken, Norbert Hackbusch. Entgegen der Versprechen, die der Senat gegeben habe, breite sich beim Begrünungsprojekt des Medienbunkers in der Feldstraße Chaos aus.

Regenwasser sickert durch

Wie "Die Zeit" berichtete, sickert Regenwasser durch Decken und Wände, weil die isolierenden Dachpappen entfernt wurden. Im Musikclub Uebel & Gefährlich regne es auf die Bühne. An den Wänden der Hamburg School Of Music rinne das Wasser sturzbachartig die Wände runter. Der Boden sei verschimmelt. Ein anderes Problem sei der Baulärm.

Sporthalle, Hotel und Park geplant

Das Projekt müsse gestoppt werden, denn es gefährde die Existenz der Betriebe, sagte Hackbusch. Auf dem Dach des ehemaligen Bunkers in fast 60 Metern Höhe sollen unter anderem eine Sporthalle, ein Hotel sowie ein öffentlicher Park entstehen.

Nach jahrelanger Planung und kontroverser Diskussion hatten die Bauarbeiten zur Umgestaltung im Mai offiziell begonnen. Die Projektgruppe Hilldegarden teilte auf ihrer Internetseite mit, dass 14 Monate für die Fertigstellung des Rohbaus geplant sind. Das Beteiligungsprojekt kümmert sich um das Fassadengrün, den Dachgarten und die geplante Gedenkstätte in dem Bunker. Derzeit wird am Feinschliff für das Konzept gearbeitet.

36 Monate hat Investor Thomas Matzen insgesamt Zeit, den Bunker zu bebauen und zu begrünen - so steht es im städtebaulichen Vertrag, den er im Juni 2017 mit der Stadt geschlossen hat. Wird das Projekt nicht fristgemäß umgesetzt, muss der Investor Strafe zahlen.

So soll der grüne Bunker in St. Pauli aussehen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.05.2019 | 07:00 Uhr

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