Stand: 18.01.2019 15:41 Uhr

Axt-Mord: Polizei sucht zwei Unbekannte

Nach dem gewaltsamen Tod eines 48 Jahre alten Mannes in Hamburg-Harburg sucht die Polizei nach zwei Personen, die womöglich etwas mit der Tat zu tun haben. Sie bittet Zeugen sich zu melden, wenn sie am Dienstagnachmittag im Bereich Harburger Rathausstraße zwei dunkel gekleidete Personen gesehen haben, die gemeinsam in Richtung des Tatorts in der Lüneburger Straße gegangen sind. Eine von ihnen war deutlich größer als die andere. Die beiden sollen einen Hammer und ein Beil dabei gehabt haben. Wer Hinweise zu den Geschehnissen oder zu verdächtigen Beobachtungen im Umfeld hat, soll sich beim Hinweistelefon unter der Rufnummer 040/ 4286 - 56789 melden oder an jeder Polizeidienststelle.

Am Donnerstag hatten die Ermittler erneut den Tatort in der Lüneburger Straße abgesucht. Dabei wurden verdächtige Kleidungsstücke aus Mülleimern sichergestellt. Details dazu wurden bislang nicht bekannt. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte eine Polizeisprecherin. Am Donnerstagmittag setzte die Polizei einen Spürhund ein. Er konnte eine Fährte aufnehmen, durch die Fußgängerzone bis in ein Parkhaus.

"Wir sind fassunglos"

Mittlerweile stehen brennende Kerzen vor dem Geschäftshaus in der Lüneburger Straße Nr. 13. "Wir sind fassunglos" hat jemand auf ein Pappschild geschrieben. Viele Passanten bleiben stehen und schauen sich die Trauerbekundungen an. Das Haus gehörte dem 48 Jahre alten Apotheker aus Syrien, der dort am Dienstagabend von einem unbekannten Täter angegriffen und mit einer Axt tödlich verletzt worden war.

Der oder die Täter müssen mit großer Wucht auf den Syrer eingeschlagen haben, heißt es bei der Polizei. Der Geschäftsmann erlitt Dutzende Schläge und Hiebe in das Gesicht. Zudem wurde ihm ein Finger abgetrennt. Der Geschäftsmann hatte sich noch aus dem Treppenhaus schleppen können und war dann in der Fußgängerzone zusammengebrochen. Er starb er wenig später in der Asklepios Klinik Harburg an den Folgen seiner Verletzungen.

In syrischem Hilfsverein engagiert

Der 48-jährige Syrer lebte seit längerer Zeit in Deutschland. Er hat hier studiert und war verheiratet. Ihm gehörten in Harburg mehrere Apotheken und Geschäftshäuser. Er soll mit Geschäftspartnern Streit gehabt haben. Der 48-Jährige leitete auch einen Hilfsverein, der sich in der humanitären Hilfe für Syrien engagierte und nach eigenen Angaben unter anderem Krankenwagen in das Bürgerkriegsland lieferte.

"Er war nicht nur in der humanitären Hilfe für Syrien engagiert, sondern unterstützte auch Geflüchtete bei der Integration in Harburg", sagte der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Kazim Abaci. Abaci hatte 2015 zusammen mit dem Apotheker an einer internationalen Konferenz des Vereins in Hamburg teilgenommen.

Weitere Informationen

Mann mit Axt getötet: Polizei sucht Zeugen

Nach dem Tod eines 48 Jahre alten Mannes in Harburg ermittelt die Mordkommission. Der Mann wurde in einem Geschäftshaus überfallen und mit einer Axt tödlich verletzt. Die Polizei hofft auf Zeugen. (17.01.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.01.2019 | 16:00 Uhr

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