Stand: 19.02.2018 20:50 Uhr

Auf der A 7 küssen sich wieder zwei Brücken

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Hamburgs parteiloser Verkehrssenator Frank Horch ist bei der "Brückenhochzeit" dabei.

Der Bau der neuen A-7-Brücke über die Bahnanlagen in Hamburg-Stellingen ist einen weiteren großen Schritt vorangekommen. Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) und Vertreter der Planungsgesellschaft Deges haben am Montag die zweite "Brückenhochzeit" gefeiert, dieses Mal ging es um den westlichen Teil der Langenfelder Brücke. In den vergangenen Wochen seien die stählernen Brückenteile von Norden und Süden aufeinander zugeschoben worden und hätten sich in der Mitte des fast 400 Meter langen Bauwerks getroffen, teilte ein Behördensprecher mit. Nun werden die letzten 15 Zentimeter geschlossen und verschweißt - die sogenannte Hochzeit. Und das alles in 20 Metern Höhe über 18 Bahngleisen, die ständig unter Zugverkehr sind. "Wenn man den Brückenbau mit einem Gewicht von 3.200 Tonnen nimmt: Das ist schon Brückenbaukunst allerhöchster Größenordnung", sagte Horch.

Neubau bei laufendem Verkehr

Die Bauarbeiten an der Brücke, die unter anderem über die Bahnschienen an der Haltestelle Stellingen führt, hatten im Sommer 2014 begonnen und werden bei laufendem Verkehr über den Gleisanlagen ausgeführt. Den Autofahrern stehen in Nord- und Südrichtung jeweils drei Fahrspuren zur Verfügung. Seit Dezember 2016 rollt der gesamte Autobahnverkehr über den bereits neuen Ostteil der Langenfelder Brücke. Bis Ende 2018 soll der Westteil fertiggestellt sein. "Wenn wir uns vor Augen führen, dass wir bei 150.000 Fahrzeugen jeden Tag die Zahl der Fahrspuren halten, dann ist das eine ganz außergewöhnliche Verkehrskoordination", sagte Horch.

Platz für acht Spuren schaffen

Mit den rund 150.000 Fahrzeugen täglich gehört die Brücke zu den am stärksten befahrenen Autobahnabschnitten Deutschlands. Sie musste erneuert werden, um Platz für den großen Ausbau der Autobahn 7 von sechs auf acht Fahrspuren zu schaffen. Ende Oktober wollen die Ingenieure die erste Fahrspur auf der Langenfelder Brücke freigeben. Zum Jahreswechsel ist die A 7 dort dann, wenn es weiter nach Plan läuft, achtspurig.

Sieben Meter hohe Lärmschutzwände sollen dafür sorgen, dass die Anwohner ruhiger schlafen können. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen nach Angaben der Verkehrsbehörde bei 115 Millionen Euro.

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.02.2018 | 06:00 Uhr

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