Stand: 23.08.2019 15:39 Uhr

Angriff auf Polizist: St.-Pauli-Fans vor Gericht

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Das Spiel zwischen St. Pauli und dem 1. FC Nürnberg im Oktober 2016 war 1:1 ausgegangen.

Fast drei Jahre ist es her, dass eine Gruppe St. Pauli-Fans nach einem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg einen Zivilpolizisten misshandelt und verletzt haben soll. Seit Freitag sind drei Männer im Alter von 26 bis 36 Jahren vor dem Hamburger Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Für einen Nürnberg-Fan gehalten?

Die St. Pauli-Anhänger hatten den Polizisten im Anschluss an das Spiel im Oktober 2016 offenbar für einen Nürnberg-Fan gehalten. Als sie ihn nach dem Spiel in der Budapester Straße trafen, rannten sie laut Anklage mit erhobenen Fäusten auf ihn zu. Der Beamte wehrte sich, indem er mit Pfefferspray sprühte und einen Teleskopschlagstock zog.

Blutergüsse und Schädelprellung

Erst dadurch sollen die Fußballfans erkannt haben, dass es sich um einen Zivilpolizisten handelte. Mit den Worten: "Die Zivisau schnappen wir uns" sollen sie ihn verfolgt und - als er stürzte - auf ihn eingeschlagen und getreten haben. Dabei erlitt der damals 35-Jährige Blutergüsse und eine Schädelprellung.

Eigentlich sollte der Polizist zum Prozessauftakt am Freitag aussagen und sein Erlebnis vor drei Jahren schildern. Wegen zahlreicher Anträge der Verteidigung kam es dazu allerdings nicht.

Weitere Informationen

Polizist nach St.-Pauli-Spiel gejagt und verletzt

Nach dem Spiel zwischen dem FC St. Pauli und Nürnberg haben Fußballfans einen Zivilpolizisten angegriffen. Zunächst hatten sie ihn offenbar für einen Nürnberg-Anhänger gehalten. (01.11.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.08.2019 | 16:00 Uhr

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