Der autonom fahrende Kleinbus "Heat" bei einer Testfahrt in der Hamburger Hafencity. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius

ADFC übt Kritik am Internationalen Verkehrskongress in Hamburg

Stand: 06.10.2021 13:33 Uhr

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) übt scharfe Kritik am Internationalen Verkehrskongress, der am Montag in Hamburg beginnt. Nach Ansicht des ADFC ist der ITS-Kongress eine "PR Show der Autoindustrie".

Die Fahrrad-Lobbyisten lassen kein gutes Haar am größten Verkehrskongress der Welt, der in der kommenden Woche 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Hamburg ziehen soll. Der Kongress drehe sich mit seinen meisten Projekten um das Auto - wie eine Automobilmesse, sagt Tom Jacobi vom Hamburg-Vorstand des ADFC.

"Roboterautos für eine zahlungskräftige Minderheit"

Jacobi spricht von "schweren Roboterautos für eine zahlungskräftige Minderheit", die nur den Verkehr verdichten. Hamburg brauche aber keine Autos ohne Menschen, sondern mehr Menschen ohne Autos.

ITS-Projekte auf mehrere Verkehrsmittel verteilt

Die rund 200 Projekte des ITS-Kongresses setzen aber keinesfalls nur aufs Automobil. So stellt man in Hamburg beispielsweise auch Deutschlands erste vollautomatische S-Bahn vor. Viele Projekte befassen sich zudem mit dem Öffentlichen Nahverkehr, mit Schiffen, Flugdrohnen und auch Fahrrädern. Es soll auch ein System geben, das Radfahrern anzeigt, in wie vielen Sekunden die Ampeln umspringen. Ein Kongress-Schwerpunkt liegt auf der Verkehrssicherheit. Doch der ADFC hält dagegen: Man müsse nur einfach die Motoren automatisch auf das erlaubte Tempo drosseln.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.10.2021 | 13:00 Uhr

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Straßenverkehr

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