Der chinsesische Schriftsteller Cixin Liu

Science-Fiction-Hörspiel: "Die drei Sonnen"

Stand: 23.01.2018 18:59 Uhr

Zurück in die Vergangenheit. Cixin Liu legt den Ausgangspunkt seiner Science-Fiction ins China des Jahres 1967. Das Hörspiel in zwölf Teilen erzählt vom größtmöglichen Verrat an der Menschheit.

von Cixin Liu

Zur Zeit der Kulturrevolution wird die Astrophysikerin Ye Wenjie während einer "Kampf- und Kritiksitzung" Zeugin, wie ihr Vater umgebracht wird: Er hatte den als reaktionär gebrandmarkten Theorien Einsteins nicht abschwören wollen. Sie begegnet, was sie als Natur des Menschen zu begreifen lernen wird: dem Bösen.

In der entlegenen Militärbasis "Rotes Ufer" erhält Ye Wenjie die Möglichkeit, an einem streng geheimen Forschungsprojekt teilzunehmen. In dessen Zentrum steht die Kontaktaufnahme mit Außerirdischen. Angesichts des sie umgebenden erhabenen Hinggan-Gebirges und der fortschreitenden Zerstörung der Natur im Namen des Fortschritts, begleitet sie eine schmerzhafte Frage: Liegt Böses in allem, was der Mensch ganz selbstverständlich tut und für richtig hält? Sie setzt etwas in Gang, dessen Folgen unüberschaubar sind.

2007, 40 Jahre später, herrscht Aufruhr unter Physikern weltweit: Experimente in Teilchenbeschleunigern haben bewiesen, dass bislang als Konstanten geltende Gesetzmäßigkeiten der Physik nicht unveränderlich sind. Gleichzeitig ereignen sich seltsame Vorkommnisse gegenüber wissenschaftlichen Institutionen und Personen: Sabotage, Todesfälle, unerklärliche Zwischenfälle. Der Nanotechnologe Wang Miao beginnt, Fragen zu stellen.

Die aufwendige Hörspieladaption setzt "Die drei Sonnen" in Szene: Zwischen Aliens und unserer Gegenwart, zwischen naturwissenschaftlichen Fragestellungen und Darstellung von Umweltzerstörung - und zwischen unserer Vergangenheit und unserer Zukunft.

Die Illustratorin

 

Credits

Mit Falk Rockstroh, Boris Jacoby, Mareike Hein, Roman Knizka, Robert Gallinowski, Louis Friedemann Thiele, Mark Oliver Bögel, Tatja Seibt, Katharina Schmalenberg u.v.a.
Übersetzung aus dem Chinesischen: Martina Hasse
Komposition: Andreas Koslik
Technische Realisation: Mechthild Austermann, Dirk Hülsenbusch, Matthias Fischenich, Barbara Göbel
Regieassistenz: Eva Solloch
Bearbeitung und Regie: Martin Zylka
Produktion: WDR/NDR 2017
Redaktion: Michael Becker

 

 

Weitere Informationen
Cover: NDR Hörspiel Box © Photocase Foto: busdriverjens

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Hörspiel | 24.01.2018 | 20:00 Uhr