Ernst Busch und Helene Weigel in einer Aufführung von Brechts "Mutter Courage und Ihre Kinder" am Berliner Ensemble in Ost-Berlin. © picture-alliance / dpa Foto: Zentralbild

Und weil der Mensch ein Mensch ist

Sendung: Feature | 28.09.2021 | 20:00 Uhr | von Hennings, Alexa
54 Min | Verfügbar bis 22.09.2022

Der Sänger und Kommunist Ernst Busch war als UFA-und Bühnenstar erfolgreich, er sang Lieder über den Spanischen Bürgerkrieg, als Unternehmer jedoch scheiterte er grandios. Seine Schallplattenfirma passte weder in die Zeit noch in die DDR. Dem neuen Deutschland galt er als Querulant.

Ulrich Busch, sein Sohn, muss alle Rechte am Erbe des Vaters abtreten, als er in den 1980er-Jahren die DDR verlässt. Er fühlt sich entwurzelt. 25 Jahre später kauft er zwei laufende Kilometer Ruine in Prora: Das von den Nazis geplante „Seebad der 20.000“, 1936 begonnen, nie vollendet, zu DDR-Zeiten vom Militär genutzt.

Busch junior ist besessen von einer Idee: Was wäre, wenn er einem der pompösesten und militantesten Bauwerke der Nazis, die seinen Vater ebenso hassten wie er sie, wenn er diesem gebauten Wahnsinn einen Sinn geben könnte?

Ein Feature von Alexa Hennings
Mit: Anna Panknin
Technische Realisation: Christoph Rieseberg und Caroline Thon
Regie: Claudia Kattanek
Produktion: DLF 2020

Verfügbar bis 22.09.2022.
ndr.de/radiokunst

Ernst Busch und Helene Weigel in einer Aufführung von Brechts "Mutter Courage und Ihre Kinder" am Berliner Ensemble in Ost-Berlin. © picture-alliance / dpa Foto: Zentralbild

Und weil der Mensch ein Mensch ist

Wie er denn, als Sohn von Ernst Busch, diesem roten Sänger, zum Kapitalisten und Immobilienbaron hatte werden können? Ernst Ulrich Busch hat diese Journalistenfrage immer gehasst. Eine Vater-Sohn-Geschichte. mehr