Opferkerzen in Sand gesteckt. © Pixabay

Opferkerzen bringen persönliche Anliegen zum Ausdruck

Sendedatum: 13.01.2021 09:40 Uhr

In den meisten Kirchen gibt es die Möglichkeit, Opferkerzen anzuzünden. Menschen verbinden damit Wünsche, Bitten oder Gebete. Oder sie denken an einen geliebten Menschen.

von Jacqueline Rath

Wer an der Alster spazieren geht, kann sie alle entdecken: die Kirchtürme in unserer Innenstadt. Ob den Michel, die Katharinenkirche oder - etwas versteckt in St. Georg - die Doppeltürme des Mariendoms.

An der Petrikirche an der Mönckebergstraße kommen täglich Hunderte von Menschen vorbei - in normalen Zeiten zumindest. Und manch einer geht auch hinein. Und dann sind sie kaum zu übersehen: ganz viele brennende Kerzen. Manchmal türmt sich unter ihnen das Wachs wie ein weißes Gebirge, weil schon so viele Kerzen niedergebrannt sind.

Eine Kerze für Gott oder einen geliebten Menschen

Eine georgische Frau zündet Kerzen in einer Kirche an. © Kirche im NDR Foto: Jan Dieckmann
Auf der ganzen Welt können Menschen in Kirchen Kerzen anzünden.

Die brennende Kerze - sie ist ein Zeichen für unser Gebet zu Gott. Schon im frühen Christentum wurden Kerzen entzündet um damit Gott zu loben, ihm zu danken und ihm persönliche Bitten vorzutragen. "Opferkerzen" werden sie daher auch genannt. In allen unseren Kirchen sind Orte zu finden, an denen man Kerzen anzünden kann.

Auch ich tue das oft. Das Entzünden, der Blick in die kleine Flamme - all das hilft mir, meine Gedanken zu sammeln und vor Gott zu bringen. Und auch, wenn ich gar nicht die Zeit habe lange zu verweilen, dann brennt die Kerze noch fort, für alle sichtbar. Manchmal beobachte ich, wie Menschen die entzündete Kerze fotografieren. Vielleicht verschicken sie danach das Bild an jemanden um zu zeigen: Schau, ich denke gerade an Dich. Die Kerze steht hier - für Dich.

Weitere Informationen
Die 5 Hamburger Hauptkirchen (Fotomontage) © fotolia.com, imago Foto: Tim Müller-Zitzke, VDR, thorabeti, Kameraauge, Imagebrocker

So sehenswert sind Hamburgs Hauptkirchen

St. Petri, St. Jacobi, St. Katharinen, St. Nikolai und der Michel: Fünf Hauptkirchen prägen Hamburgs Panorama. Sie sind unterschiedlich, aber jede hat etwas Überraschendes zu bieten. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 13.01.2021 | 09:40 Uhr

Info

Die Evangelische und Katholische "Kirche im NDR" ist verantwortlich für dieses Onlineangebot und für die kirchlichen Beiträge auf allen Wellen des NDR.