Stand: 18.11.2019 14:54 Uhr

THW Kiel stürzt Tabellenführer "Recken" Hannover

von Sebastian Ragoß, NDR.de

Der THW Kiel hat am Sonntag das Spitzenspiel in der Handball-Bundesliga überraschend deutlich mit 32:23 (17:12) gegen die TSV Hannover-Burgdorf gewonnen. Die Niedersachsen rutschten nach der klaren Niederlage hinter Meister SG Flensburg-Handewitt auf Rang zwei ab. Die beste Ausgangslage für den weiteren Saisonverlauf hat allerdings der THW mit lediglich vier Minuspunkten, vor allem, wenn die Mannschaft nur annähernd so weiterspielt wie gegen die "Recken". "Ich bin stolz, mit welcher Leidenschaft wir gespielt haben", sagte THW-Trainer Filip Jicha dem NDR Sportclub.

THW-Deckung und Landin kaum zu überwinden

Der Rekordmeister ließ den Gästen nicht den Hauch einer Chance. Die offensive 6:0-Deckung im Zusammenspiel mit dem überragenden Keeper Niklas Landin hatte Hannover-Burgdorfs Offensive in der ersten Hälfte fast komplett unter Kontrolle.

THW Kiel - TSV Hannover-Burgdorf 32:23 (17:12)

Tore Kiel: Reinkind 9, Pekeler 7, Bilyk 5, M. Landin 5, Ekberg 3/3, Rahmel 2, Duvnjak 1
Tore Hannover: Cehte 4, Ugalde 4, Brozovic 3, Martinovic 3, Böhm 2, Kastening 2, Olsen 2/2, Feise 1, Pevnov 1, Thiele 1
Zuschauer: 10.285

Der THW agierte seinerseits im Angriff sehr variabel und führte schon nach acht Minuten mit 5:2. Wenig später stand es sogar 8:2. "Wenn du von der ersten Minute an so unterlegen bist, dann tut das weh. Wir waren einfach zu schlecht", so Hannovers Nationalspieler Timo Kastening. Zwar fingen sich die Niedersachsen anschließend etwas und waren in der Defensive aggressiver. Doch die Fehlerquote bei den "Recken" blieb viel zu hoch. Der Vorsprung der Kieler wuchs zwischenzeitlich auf acht Treffer an (16:8/24.).

Kiel auch ohne Kapitän Duvnjak klar überlegen

Ein kleiner Zwischenspurt zum Ende des ersten Durchgangs ließ Hannover zumindest noch ein wenig Hoffnung. Doch obwohl Kiel in Hälfte zwei auf Kapitän Domagoj Duvnjak verzichten musste, der sich im Spiel einen Muskelfaserriss in der linken Wade zuzog und bis zu vier Wochen fehlen wird, ging es genauso weiter wie vor der Pause. Landin trieb die Schützen der "Recken" zur Verzweiflung, der THW zog schnell wieder deutlich davon - 21:12 (37.). Schlimmer wurde es nicht für die Niedersachsen, da die "Zebras" das Tempo drosselten. Dennoch war der Erfolg der Kieler ein klares Zeichen an die Konkurrenz im Meisterrennen: In dieser Saison führt der Weg zum Titel nur über den THW.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 17.11.2019 | 13:30 Uhr