Stand: 19.10.2019 18:50 Uhr

THW Kiel meistert auch die Aufgabe Montpellier

von Christian Görtzen, NDR.de
Die Spieler des THW Kiel feiern ihren Sieg bei HB Montpellier.

Handball-Bundesligist THW Kiel sorgt in der stark besetzten Gruppe B der Champions League weiter für Furore und hat auf eindrucksvolle Art und Weise seinen ersten Platz gefestigt. Eine Woche nach dem 31:20-Kantersieg bei Titelverteidiger Vardar Skopje gewann die Mannschaft von Trainer Filip Jicha am Sonnabend auch beim direkten Verfolger Montpellier HB mit 33:30 (17:16). Die "Zebras" liegen nun mit 9:1 Punkten vorn und dürfen sich gute Chancen ausrechnen, als Gruppenerster das Achtelfinale zu überspringen und auf direktem Weg ins Viertelfinale einzuziehen.

THW stark - doch nur 17:16 zur Pause

Die "Zebras" begannen in der Sud de France Arena in Montpellier defensiv ähnlich stark wie in Skopje, als sie zur Pause mit 16:4 führten.

Montpellier HB - THW Kiel 30:33 (16:17)

Tore Montpellier: Descat 8/3, Porte 7, Truchanovicius 5, Bos 3, Simonet 3, Soussi 3, Villeminot 1
Tore Kiel: L. Nilsson 11, Pekeler 5, Reinkind 5, Duvnjak 4, Ekberg 4/1, Bilyk 2, Dahmke 2
Strafminuten: 4/2

Linksaußen Rune Dahmke sorgte mit seinem zweiten Treffer für die 3:0-Führung (5.). Der starke Beginn hinterließ Eindruck beim Gegner: MHB-Trainer Partrice Canayer, der ohne seinen wurfgewaltigen Rückraumspieler Melvyn Richardson (Mittelhandbruch) auskommen musste, nahm schon nach 5:16 Minuten seine erste Auszeit. Viel brachte das zunächst nicht. Die Norddeutschen, bei denen Dario Quenstedt im Tor stand, bestachen durch Beweglichkeit und Wachsamkeit in der Deckung sowie durch Ideenreichtum und Konsequenz im Angriff. Vor allem Lukas Nilsson trumpfte auf. Kiel baute so den Vorsprung aus, Domagoj Duvnjak erzielte das 13:7 (20.).

Nur: Um die schöne Führung war es schnell wieder geschehen. Angetrieben von seinen Fans verkürzte der französische Vizemeister sukzessive den Rückstand. Mohamed Soussi brachte MHB auf 14:15 (27.) heran. Der THW vergab in den letzten Sekunden der ersten Halbzeit bei eigenem Ballbesitz nicht nur die Chance auf eine 18:15-Pausenführung, er kassierte durch einen sehr sehenswerten Treffer von Valentin Porte zwei Sekunden vor der Sirene auch noch den Anschlusstreffer zum 16:17.

Kiel mit herausragender Reaktion

Montpellier hatte dadurch das Momentum auf seiner Seite - und nutzte dieses zu Beginn des zweiten Abschnitts: Linksaußen Hugo Descat sorgte mit dem 21:20 (38.) für die erste Führung der Gastgeber, die erfolgreich auf die "schnelle Mitte" setzten. Die Schleswig-Holsteiner taten sich vor allem in der Offensive schwer, und so lagen sie wenig später mit 21:24 (44.) hinten. Jicha reagierte, brachte Niklas Landin für Quenstedt und stellte auf eine 3-2-1-Deckung um. Das zahlte sich bald darauf aus: Dank eines 5:0-Laufs ging Kiel mit 27:25 (52.) in Führung. Der überragende Nilsson, der insgesamt elf Treffer erzielte, machte mit dem 32:28 (58.) alles klar.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 19.10.2019 | 23:03 Uhr