THW Kiel gewinnt gegen Meister Magdeburg Handball-Supercup

Stand: 31.08.2022 21:31 Uhr

Pokalsieger THW Kiel hat sich den ersten Titel der neuen Handball-Saison gesichert. Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha setzte sich am Mittwochabend mit 36:33 (16:16) vor 5.900 Fans in Düsseldorf gegen Meister SC Magdeburg durch und sicherte sich den Supercup.

von Florian Neuhauss

Jicha und der Supercup - das passt einfach: Im vierten Jahr unter dem tschechischen Coach holte der Rekordmeister zum dritten Mal diese Trophäe. Mit dem Titel-Hattrick setzten die Kieler zugleich ein Ausrufezeichen. Sechs Punkte hatte am Ende der vergangenen Saison der Rückstand der "Zebras" auf Magdeburg betragen. Nun nimmt der THW einen neuen Anlauf, den 23. Meistertitel zu feiern. Das wäre wiederum der perfekte Abschied für Niklas Landin, der die Schleswig-Holsteiner im kommenden Sommer verlassen wird. Dass der Däne heiß auf seine letzten Bundesliga-Saison ist, unterstrich er gegen Magdeburg mit 13 Paraden. Verdientermaßen wurde der 33-Jährige als bester Spieler der Partie ausgezeichnet.

Die Bundesliga startet am Donnerstag. Für Kiel (gegen den TVB 1898 Stuttgart) und Magdeburg (gegen den ASV Hamm-Westfalen) stehen die ersten Partien am Sonntag an.

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Ein Handball liegt im Tornetz. © picture-alliance Foto: Frank Hoermann / Sven Simon

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THW beginnt stark, Magdeburg mit Anlauf

Der THW brauchte in Düsseldorf nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. In der achten Minute traf Rune Dahmke bereits zum 5:2 für den Pokalsieger. Seinen Anteil am guten Start hatte auch Landin, der besonders Magdeburgs Linksaußen Matthias Musche mit seinen Paraden zur Verzweiflung trieb. Steffen Weinhold warf vom eigenen Kreis zum 8:3 ins leere SCM-Tor (11.). Wegen des Ausfalls von Sander Sagosen (Fraktur im Sprunggelenk) lag der Fokus beim THW auf den Neuzugängen für den Rückraum. Während Eric Johansson als Vorbereiter und Torschütze glänzte, kassierte Karl Wallinius eine Rote Karte nach einem Foul an Gisli Kristjansson.

Überhaupt leisteten sich die Kieler Mitte der ersten Hälfte viel zu viele Zeitstrafen - und die Überzahl wusste der Meister zu nutzen. Zumal auch Landin-Pendant Nikola Portner einige gute Aktionen hatte. Der Niederländer Kay Smits glich in der 27. Minute zum 14:14 aus und traf kurz darauf auch zur ersten Magdeburger Führung. Das 16:16 markierte mit der Pausensirene Kiels Niclas Ekberg.

Beide Teams heiß auf den ersten Titel der Saison

Während der beste THW-Torschütze der ersten Hälfte, Nikola Bilyk, unmittelbar nach dem Wechsel mit seinem schon fünften Treffer Kiel wieder in Front brachte, erzielte der dritte Neuzugang, Petter Överby, zum 18:17 (32.) seinen ersten Treffer für die "Zebras" überhaupt. Das Spiel war nun vollkommen offen, hochklassig, teilweise hart umkämpft und sehr emotional, was hitzige Diskussionen bewiesen.

Mitte der zweiten Hälfte wurde Landin wieder zur schier unüberwindbaren Mauer - und Kiel konnte sich noch einmal absetzen: Kreisläufer Överby traf zum 28:25 (50.). Doch Magdeburg schrieb den ersten Titel der Saison nicht ab. Per Siebenmeter glich Omar Ingi Magnusson noch einmal aus (29:29/54.). Und es blieb bis zum Ende eng. Erst in der letzten Minute sorgte Domagoj Duvnjak mit dem 35:32 für die Entscheidung. Den Schlusspunkt setzte schließlich Bilyk mit seinem insgesamt achten Treffer.

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Karl Wallinius © Jan Kirschner / NDR

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 31.08.2022 | 23:03 Uhr

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