Barcelonas Luka Cindric (l.) im Zweikampf mit Hendrik Pekeler vom THW Kiel © IMAGO/Claus Bergmann
Barcelonas Luka Cindric (l.) im Zweikampf mit Hendrik Pekeler vom THW Kiel © IMAGO/Claus Bergmann
Barcelonas Luka Cindric (l.) im Zweikampf mit Hendrik Pekeler vom THW Kiel © IMAGO/Claus Bergmann
AUDIO: THW Kiel spielt remis gegen den FC Barcelona (1 Min)

THW Kiel erkämpft Remis gegen Champions-League-Sieger FC Barcelona

Stand: 24.11.2022 20:18 Uhr

Der THW Kiel hat in der Handball-Champions-League eine Überraschung geschafft. Die "Zebras" holten am Donnertagabend dank einer tollen Aufholjagd gegen Titelverteidiger FC Barcelona ein 30:30 (14:18).

von Sebastian Ragoß

Der Champions-League-Sieger war mit der beeindruckenden Bilanz von 18 Siegen in 18 Pflichtspielen nach Kiel gereist. THW-Coach Filip Jicha und seine Schützlinge wussten, dass sie eine ähnliche Leistung brauchten wie in den ersten 40 Minuten beim Bundesliga-Erfolg in Magdeburg (34:33).  

Doch die Anfangsphase verlief so, wie sie gegen die Katalanen einfach nicht laufen darf: Barcelona spielte seine individuelle Klasse aus und erzielte einige einfache Treffer nach Gegenstößen. Auf der anderen Seite taten sich die "Zebras" sehr schwer, klare Abschlüsse herauszuspielen. So lag der THW nach gut zehn Minuten bereits mit 4:9 hinten.

Barca-Keeper trifft mit der Halbzeit-Sirene

Die Kieler waren in Gefahr, schon sehr früh zu weit in Rückstand zu geraten. Doch Keeper Tomas Mrkva steigerte sich, und auch der Angriff legte ein wenig zu, sodass der deutsche Rekordmeister Anschluss hielt. Die erste Hälfte endete allerdings mit einem bitteren Gegentreffer: Barcelonas Schlussmann Gonzalo Perez de Vargas nutzte einen Ballverlust und traf mit der Schluss-Sirene zum 18:14 ins leere THW-Tor.

THW Kiel kämpft sich zurück in die Partie

Der THW ackerte und wollte unbedingt den Rückstand entscheidend verkürzen. Aber ohne Eric Johansson, der sich im Abschlusstraining die Mittelhand gebrochen hatte, fehlte im Rückraum ein verlässlicher Schütze. Und der eingewechselte Keeper Niklas Landin hielt solide, aber eben nicht herausragend. Eine Viertelstunde vor dem Ende lag Barca mit 25:22 in Front.

Und doch wurde es noch einmal spannend, weil sich der Titelverteidiger plötzlich technische Fehler leistete und Landin im Tor zu großer Form auflief. Niclas Ekberg vollendete einen Gegenstoß zum 28:28 (57.), wenig später markierte Steffen Weinhold sogar die erste Führung. Damit hatte kaum mehr jemand gerechnet. Und dann erhöhten die "Zebras" sogar auf 30:28.

Würde Barcelona noch einmal kontern können? Ja, die Katalanen kamen wieder heran, eroberten kurz vor Schluss den Ball und trafen durch Ludovic Fabregas tatsächlich noch zum 30:30-Ausgleich, sodass es auf Kieler Seite trotz der starken Leistung in der zweiten Hälfte einige enttäuschte Gesichter gab.

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Der Handball-Champions-League-Pokal © picture-alliance / Sven Simon

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 24.11.2022 | 23:03 Uhr

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