Stand: 28.11.2019 20:35 Uhr

Jubelnde Nordteams: Siege für Flensburg und THW Kiel

von Christian Görtzen, NDR.de
Die Kieler Hendrik Pekeler (M.), Steffen Weinhold (r.) und Patrick Wiencek bei der Defensivarbeit.

Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt und Verfolger THW Kiel sind am 15. Spieltag der Handball-Bundesliga im Gleichschritt zu Erfolgen gekommen. Titelverteidiger Flensburg gewann am Donnerstagabend vor heimischem Publikum mit 29:23 (13:11) gegen den Bergischen HC. Die Mannschaft von THW-Trainer Filip Jicha setzte sich mit 31:27 (14:13) beim HC Erlangen durch. Durch die Siege festigten die beiden Nordrivalen ihre Spitzenpositionen. Das Team von SG-Coach Maik Machulla weist nun als Erster 24:6 Punkte vor. Dahinter folgen die Kieler "Zebras", die es bei erst 13 ausgetragenen Partien auf 22:4 Zähler bringen.

THW Kiel stark verbessert nach der Pause

Die "Zebras" waren in Franken von Beginn an gefordert. Der THW Kiel, der zuletzt mit Müh und Not sein Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig gewonnen hatte, sah sich nach 25 Minuten einem Zwei-Tore-Rückstand ausgesetzt.

HC Erlangen - THW Kiel 27:31 (13:14)

Tore Erlangen: Minel 4, Sellin 4/1, S. Firnhaber 3, von Gruchalla 3/3, Överby 3, Bissel 2, Haaß 2, Ivic 2, N. Link 2, Metzner 2
Tore Kiel: M. Landin 7/4, Bilyk 6, Ekberg 6/2, Dahmke 3, Zarabec 3, Pekeler 2, Reinkind 2, Weinhold 1, Wiencek 1
Zuschauer: 7.122
Strafminuten: 10/10

Erlangens Johannes Sellin hatte für das 12:10 gesorgt. Jicha reagierte, nahm eine Auszeit und stellte seine Mannschaft taktisch neu ein. Mit Erfolg: Die "Zebras" traten in der Folgezeit wesentlich konzentrierter auf und zeigten die von Jicha erhoffte Reaktion. Durch einen 3:0-Lauf wurde aus dem Rückstand eine Führung, Miha Zarabec sorgte für das 13:12 (28.). Letztlich ging es mit einem 14:13 in die Pause.

Aus dieser kamen die Schleswig-Holsteiner sichtbar entschlossen zurück. Kreisläufer Patrick Wiencek sorgte mit dem 18:15 (36.) für die erste Drei-Tore-Führung, der stark auftrumpfende österreichische Rückraumspieler Nikola Bilyk ließ wenig später das 20:16 (38.) folgen. Kiel war wieder bestens in der Spur. Spätestens mit dem 28:21 (50.), das Niclas Ekberg erzielte, war die Partie de facto entschieden. Am Ende ließen es die Nordddeutschen, bei denen Magnus Landin mit sieben Treffern am erfolgreichsten war, etwas ruhiger angehen.

Flensburg hochkonzentriert in der Schlussphase

Die Partie in Flensburg begann recht turbulent. Beide Defensivreihen boten einige Lücken, und so fielen vor 5.807 Zuschauern in schneller Abfolge die Tore hüben wie drüben.

SG Flensburg-Handewitt - Bergischer HC 29:23 (13:11)

Tore Flensburg: Gottfridsson (6), Sogard Johannessen (5), Jurecki (4), Röd (4), Golla (3), Svan (3), Steinhauser (2), Jondal (2)
Tore Bergischer HC: Majdzinski (4), Gutbrod (3), Arnesson (3), Baena Gonzalez (2), Darj (2), Fraatz (2), Johannsson (2), Babak (2), Damm (1), Stutzke (1), Boomhouwer (1)
Zuschauer: 5.807

Erst gegen Mitte des ersten Abschnitts bekam die Mannschaft von SG-Trainer Maik Machulla das Spiel besser unter Kontrolle. Lasse Svan sorgte mit dem 8:6 (15.) für die erste Zwei-Tore-Führung, Michal Jurecki baute bald darauf den Vorsprung auf drei Treffer aus (12:9/21.), und nach dem 13:9 durch Svan (23.) nahm BHC-Trainer Sebastian Hinze eine Auszeit. Der SG wurde dadurch der Schwung genommen. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gelang dem amtierenden Meister kein Treffer mehr, es ging "nur" mit einem 13:11 in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang war lange nicht zu erkennen, wer die Partie gewinnen würde. In der Schlussphase wurde dann SG-Torhüter Benjamin Buric, der seinen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2024 verlängert hat, zum Faktor. Dank seiner Paraden und vielen überlegten Aktionen von Jim Gottfridsson war es den Gastgebern möglich, durch Magnus Jöndal zu einer Drei-Tore-Führung zu kommen (25:22/53.). Göran Johannessen machte mit dem 27:23 (58.) vorzeitig alles klar. Flensburg siegte mit 29:23 letztlich deutlicher, als es der Spielverlauf hergegeben hatte. Wermutstropfen aus SG-Sicht: Mitte der zweiten Halbzeit mussten die Rückraumspieler Magnus Röd und Holger Glandorf verletzt vom Feld.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 28.11.2019 | 23:03 Uhr