Jubel bei den Handball-Fans der SG Flensburg-Handewitt © IMAGO / Holsteinoffice

SG Flensburg-Handewitt: 3G-Modell schon gegen FC Barcelona

Stand: 13.09.2021 15:17 Uhr

Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt schließt sich dem Weg der schleswig-holsteinischen Landesregierung an. Ab sofort gilt beim Zutritt zu Heimspielen das 3G-Prinzip. Die Neuerungen greifen schon in der Champions League.

Der Rahmen dafür ist besonders, geht es doch am Donnerstag (20.45 Uhr) zum Auftakt in der "Königsklasse" in eigener Halle gegen Rekordsieger FC Barcelona. Genau genommen ist die SG mit dieser Maßnahme der Zeit sogar um vier Tage voraus. Schließlich greifen die Lockerungen der Landesverordnung erst ab 20. September. Die 3G-Umsetzung sei ein Ausblick darauf, teilte der Verein am Montag mit.

Die Erweiterung der Corona-Schutzmaßnahmen sei in enger Absprache mit der Landesregierung und den zuständigen Gesundheitsbehörden der Stadt Flensburg getroffen worden. Konkret bedeutet dies, dass zu den Heimspielen der SG nicht nur vollständig Geimpfte und Genesene (mit entprechender Bescheinigung) Zutritt haben, sondern auch Getestete.

Die Testpflicht beginnt mit dem Alter von sechs Jahren. Der negative, schriftliche Coronatest darf nicht älter als 24 Stunden sein, Selbsttests sind nicht gültig. Bei Schülern unter zwölf Jahren werden auch die schulischen Testbescheinigungen akzeptiert.

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SG-Geschäftsführer: "Sind uns der Verantwortung bewusst"

"Wir freuen uns, einen neuen Schritt mit der Erweiterung der Schutzmaßnahmen gehen zu können. Wir sind uns unserer Verantwortung sehr bewusst", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. Es sei eine Möglichkeit, den Zuschauern und Fans in dieser dynamischen Zeit entgegenzukommen. "Ab dem 20. September gilt landesweit in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen das 3G-Prinzip, somit können wir diesen einheitlichen Weg mitgehen", so Schmäschke.

Gegen Erlangen nur 2.750 Zuschauer in der "Hölle Nord"

Das erste Bundesliga-Heimspiel gegen den HC Erlangen hatte noch nach dem 2G-Modell stattgefunden. 4.600 Zuschauer hätten maximal in die Arena gedurft, in den letzten beiden Heimspielen der vergangenen Saison waren es noch 2.300 Besucher gewesen. Besetzt waren gegen die Franken nur 2.750 Plätze. "Die Angst vor Ansteckung, das fehlende Bier danach, die Masken, das geänderte Prozedere mit den Tickets – das schreckt schon den einen oder anderen ab", sagte dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (shz). Schmäschke hofft, dass in ein, zwei Spielen wieder Normalität einkehrt.

Gegen den FC Barcelona liegt beim Fassungsvermögen die Obergrenze erneut bei 4.600 Zuschauern. Es könnte so kommen, dass diese dann auch erreicht wird. Schließlich ist Barcelona eine andere Kategorie als Erlangen, ein absoluter Premium-Gegner. Und die Gruppe der potenziellen Besucher hat sich durch die Umstellung auf das 3G-Modell vergrößert.

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NDR 2 Sport | 16.09.2021 | 23:03 Uhr

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