Stand: 03.10.2019 18:42 Uhr

Handball: "Recken" düpieren Flensburg auch im Pokal

von Ingmar Deneke, NDR.de
Die "Recken" um Ilija Brozovic gewannen zum zweiten Mal in Serie gegen Flensburg.

Die "Recken" sind einfach nicht zu stoppen. Die TSV Hannover-Burgdorf, aktueller Spitzenreiter der Handball-Bundesliga, zeigte auch im DHB-Pokal eine bärenstarke Leistung und gewann das Topspiel des Achtelfinals am Donnerstagabend. Bei der SG Flensburg-Handewitt setzte sich das Team von Trainer Carlos Ortega überraschend deutlich mit 26:20 (15:9) durch. Bereits vor einer Woche hatte sich die TSV in der Liga gegen den Favoriten durchgesetzt. Der Schlüssel zum Sieg war die überragende Abwehrleistung. Beste Werfer des Spiels waren Jim Gottfridsson mit sechs Toren für Flensburg sowie Morten Olsen und Timo Kastening mit je fünf Treffern für die Gäste aus Niedersachsen, die im Viertelfinale bei den Rhein-Neckar Löwen antreten.

Hannover-Burgdorf erarbeitet sich Vorsprung

Die beiden Mannschaften knüpften nahtlos an ihr Aufeinandertreffen in der Bundesliga an (23:22 für die TSV) und lieferten sich vom Anwurf weg ein intensives Duell - zusätzlich ausgestattet mit dieser besonderen Note eines K.-o.-Spiels.

Hannover-Burgdorf mit leichten Vorteilen in der Anfangsphase und der ersten Zwei-Tore-Führung der Partie (4:2), doch die SG glich in Person des auffälligen, aber meist glücklosen Magnus Röd schnell wieder aus (4:4, 14.). "Das Herz ist groß, aber der Kopf ist zu klein. Mehr den Kopf benutzen", sagte SG-Trainer Maik Machulla in einer Auszeit, nachdem wiederum die TSV drei Treffer zum 7:4 nachgelegt hatte. Die Gäste, angeführt vom dänischen Weltmeister Olsen, traten im ersten Durchgang engagierter und bissiger auf und bauten ihren Lauf auf 5:0-Tore aus (9:4, 21.). Vor allem die Abwehr der "Recken" überragte, sodass der Bundesliga-Spitzenreiter zur Pause mit 15:9 vorne lag.

Flensburg versucht alles - "Recken" unbeeindruckt

Die Flensburger mussten sich etwas einfallen lassen und wechselten auf der Torhüter-Position: Benjamin Buric ersetzte Torbjörn Bergerud. Die SG trat im Angriff verbessert auf und verkürzte auf 14:18 (40.).

Doch danach konnte Hannover-Burgdorf den Schwung des deutschen Meisters abfedern. Keeper Urban Lesjak erwischte einen Sahnetag - ganz stark, was der Slowene für Paraden zeigte. Flensburg-Handewitt setzte jetzt Routinier Holger Glandorf im linken Rückraum ein (für den angeschlagenen Röd). Machulla versuchte als letztes Mittel, mit dem siebten Feldspieler zum Erfolg zu kommen. Doch auf weniger als vier Treffer konnte der Meister den Rückstand nicht verkürzen. Als Nejc Cehte zum 24:19 (58.) traf, war die Entscheidung zugunsten der Gäste gefallen. Die "Recken" aus Hannover setzten sich am Ende verdient durch - mit ihrem ersten Sieg in Flensburg überhaupt.

Flensburg-Handewitt - Hannover-Burgdorf 20:26 (14:16)

Tore Flensburg : Gottfridsson 6/1, Steinhauser 4/1, Johannessen 4, Röd 2, Jöndal 2, Hald 1, Jeppsson 1
Tore Hannover: Kastening 5/3, Ugalde 5, Olsen 4, Martinovic 4, Böhm 3, Pevnov 2, Patrail 1, Brozovic 1, Cehte 1
Zuschauer: 4.855
Zeitstrafen: 10 / 8

TSV bei den Löwen - THW in Stuttgart

Kurz nach dem Nordduell wurden die Viertelfinal-Paarungen ausgelost. Die TSV bekam den nächsten dicken Brocken zugelost, muss bei den Rhein-Neckar Löwen antreten. Der THW Kiel reist zum TVB Stuttgart. Komplettiert wird die Runde mit den Partien der MT Melsungen gegen die Füchse Berlin sowie der Eulen Ludwigshafen gegen den TBV Lemgo Lippe. Das Viertelfinale wird am 3. und 4. Dezember gespielt. Die Endrunde in Hamburg ist für den 4. und 5. April kommenden Jahres terminiert.

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Dieses Thema im Programm:

Sportreport | 03.10.2019 | 18:05 Uhr