Stand: 15.04.2018 16:49 Uhr

HSV zurück auf der bundesweiten Handballbühne

Die HSV-Handballer feiern - der Aufstieg in die Zweite Liga ist perfekt.

Einen Aufstieg auf der Autobahn - das gibt es nicht alle Tage: Und eigentlich hatte bei den HSV-Handballern auch niemand so richtig damit gerechnet, dass sie bereits drei Spieltage vor dem Saisonende als Meister der Dritten Liga Nord feststünden. 28:24 hatte der HSV beim DHK Flensborg gewonnen, wenige Stunden später patzte Verfolger Altenholz in Braunschweig - die Rückkehr Hamburgs auf die bundesweite Handball-Landkarte war perfekt. Etwa 100 Fans empfingen die Mannschaft am Trainingsgelände im Hamburger Volkspark mit einer Spontan-Party. Beim Heimspiel gegen Flensburg-Handewitt II am 27. April wollen die Handballer dann mit 3.500 Fans feiern.

Sportsenator Grote: "HSV ein Vorbild"

"Das ist sensationell, dass wir das schon jetzt geschafft haben", sagte der überglückliche HSV-Vizepräsident Martin Schwalb. "Die Zweite Liga wird ein ganz anderer Schnack, aber das wissen wir." Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote war ebenfalls begeistert: "Die Leistung dieses jungen Teams und sein Auftreten auf dem Spielfeld und jenseits der Außenlinien ist gleichermaßen beeindruckend", schrieb Grote in einer Glückwunschbotschaft. Der HSV sei ein "Vorbild im Sport, auch wenn es darum geht, Niederlagen einzustecken, sich neue Ziele zu setzen und diese mit Engagement und Herzblut zu verfolgen".

Etat soll erhöht werden

Um in der höheren Liga mit Gegnern wie den Ex-Bundesligisten TuSEM Essen, HSG Nordhorn-Lingen (EHF-Pokalsieger 2008) oder HBW Balingen-Weilstetten bestehen zu können, soll der Etat (aktuell 1,6 bis 1,8 Millionen Euro) erhöht werden. "Wir werden versuchen, in einer tollen Stadt noch mehr Sponsoren für unseren tollen Sport und unsere tolle Mannschaft zu gewinnen", erklärte Schwalb. Auch mit den Spielern soll zeitnah gesprochen werden. Fest steht, dass das junge Aufstiegsteam um Talente wie den 18 Jahre alten Leif Tissier zusammenbleiben soll, aber mit gestandenen Akteuren verstärkt werden muss.

Zweite Liga ist Neuland

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Hamburg Journal

HSV-Handballer steigen in Zweite Liga auf

16.04.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal

Die Handballer vom HSV sind Meister - und steigen in die Zweite Liga auf. Damit ist Hamburg wieder im Profi-Handball vertreten. Vizepräsident Martin Schwalb im Interview. Video (03:41 min)

Die zweite Handball-Bundesliga ist für den Verein Neuland, denn im Bundesliga-Unterhaus hat der HSV noch nie gespielt. Nach der Lizenzübernahme vom VfL Bad Schwartau war der neugegründete HSV Hamburg in der Saison 2002/2003 direkt in die Bundesliga gesprungen. Es folgten Höhepunkte wie die Siege im DHB-Pokal 2006 und 2010, der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 2007, die deutsche Meisterschaft 2011 und der Triumph in der Champions League 2013. Und es folgte die verhängnisvolle Abhängigkeit von Mäzen Andreas Rudolph, die im Lizenzentzug und der Abmeldung vom Bundesliga-Spielbetrieb in der Saison 2015/2016 mündete. Unter Schwalb und Präsident Marc Evermann wurde der wirtschaftliche und sportliche Neubeginn gestartet: Die ehemalige zweite Mannschaft stieg zur Saison 2016/2017 in die Dritte Liga auf, belegte bei der Premiere Rang drei. Im März 2017 übernahm Ex-HSV-Profi Torsten Jansen das Traineramt von Jens Häusler und schaffte nun den vorzeitigen Aufstieg.

Die Historie des HSV Hamburg in Bildern

Dieses Thema im Programm:

Sport | 15.04.2018 | 18:00 Uhr

3, 2, 1 - HSV-Handballer vor nächstem Aufstieg

Hamburgs Handballer rüsten sich für den nächsten Sprung nach oben. Der Aufstieg in die Zweite Liga ist greifbar. Es wäre nur eine Zwischenetappe - die Bundesliga ist das Sehnsuchtsziel. mehr

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