Stand: 24.04.2019 08:50 Uhr

Flensburg: Keine Pause, Veszprém wartet

von Jan Kirschner, NDR.de
Dürfen Flensburgs Handballer auch nach den Duellen mit Veszprém feiern?

Wird es das Frühjahr der SG Flensburg-Handewitt? In der Handball-Bundesliga machte sie am Ostersonntag mit dem Sieg bei den Rhein-Neckar Löwen einen großen Schritt gen Titelverteidigung, nun hofft der deutsche Meister auch auf dem internationalen Parkett auf einen Husarenstreich. Heute um 19 Uhr treffen die Flensburger auf den den ungarischen Spitzenclub Veszprém. Im ersten Viertelfinale der Champions League geht es um eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel 4. Mai (17.30 Uhr) und den Einzug ins Final Four von Köln. Dieses große Ziel erreichten die Flensburger bislang nur einmal: 2014 - damals gewannen sie den Titel. "Es ist natürlich eine Ehre, unter den besten Acht Europas zu stehen", sagte Rückraum-Ass Holger Glandorf im NDR Sportclub. "Aber wir waren schon einmal in Köln - und wissen, wie schön es dort ist."

Die Halle soll es richten

Die Bilanz sieht allerdings nicht so gut aus für die SG. Zwar erreichte sie zum zwölften Mal das Viertelfinale der Königsklasse, aber nur vier Mal glückte der Sprung in die Top vier - zuletzt im besagten Jahr 2014. In den jüngsten drei Spielzeiten war stets im Viertelfinale Schluss, und jedes Mal zog man gegen den späteren Champion den Kürzeren: zunächst Kielce, dann Vardar Skopje und schließlich Montpellier. Gegen Veszprém waren die Nordlichter letztmals im Herbst 2008 erfolgreich. Allerdings standen sich die beiden Kontrahenten bislang nur in Gruppenspielen gegenüber. SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke setzt auf eine ausverkaufte Halle: "Von der Nummer eins bis zur 77 und ebenso auf allen Rängen, Plätzen und Tribünen - wir alle müssen alles für ein gutes Ergebnis investieren."

Terminstress vs. lange Pause

Die SG hat voraussichtlich alle Mann an Bord. Ein Nachteil auf dem Weg ins Final Four könnte der Spielplan sein. Vor dem Rückspiel in Veszprém muss der Bundesligist noch in Göppingen (28. April) und zu Hause gegen Leipzig (1. Mai) antreten. Eine lange Vorbereitung sieht anders aus, zumal Veszprém zwischen den beiden Viertelfinal-Paarungen keine einzige Aufgabe zu lösen hat. "Viel Zeit ist nicht immer ein Vorteil", hofft SG-Trainer Maik Machulla. "Manchmal ist es besser, wenn man in seinem Rhythmus bleibt."

Kentin Mahé, Spielmacher in Veszprém, ist anderer Meinung. "Wir können viel besser das erste Spiel analysieren und uns entsprechend auf die zweite Begegnung vorbereiten", sagte er. "Ich sehe uns schon als Favorit. Wir haben gegen Barcelona, in Skopje, in Kielce und bei den Rhein-Neckar Löwen gewonnen und verfügen über eine große Konstanz." Der 27-jährige Franzose war im Sommer von Flensburg nach Ungarn gewechselt. In wenigen Monaten folgt ihm mit Rasmus Lauge ein zweiter SG-Spieler.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 24.04.2019 | 22:40 Uhr