Mads Mensah Larsen (r.) von der SG Flensburg-Handewitt im Duell mit Ludovic Fabregas vom FC Barcelona © picture alliance/dpa Foto: Frank Molter

Flensburg-Handewitt verliert gegen Titelverteidiger Barcelona

Stand: 16.09.2021 22:14 Uhr

Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat seine Auftaktpartie in der Champions League verloren. Die Schleswig-Holsteiner unterlagen Titelverteidiger FC Barcelona mit 21:25 (10:13).

von Hanno Bode

Das ersatzgeschwächte Team von Coach Maik Machulla, dem verletzungsbedingt nur zwölf Spieler des 16 Profis umfassenden Erstliga-Kaders zur Verfügung standen, verkaufte sich allerdings teuer. Mit viel Einsatz und Leidenschaft versuchte der Vizemeister, seine Ausfälle zu kompensieren. Das Fehlen der beiden Rückraumrechten Franz Semper und Magnus Röd machte sich jedoch bemerkbar. Im Positionsangriff agierte die SG ohne einen einzigen Linkshänder häufig relativ durchsichtig.

Zudem gingen die Flensburger mit den sich ihnen bietenden Torgelegenheiten zu verschwenderisch um. Acht vergebene freie Würfe hatte Machulla gezählt, als er in der 28. Minute seine erste Auszeit nahm. Zu diesem Zeitpunkt lag seine Mannschaft mit 8:12 in Rückstand.

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Keeper Buric hält Flensburg im Spiel

Das Resultat spiegelte die Kräfteverhältnisse aber nicht richtig wider. Vier Treffer war Flensburg bis dato nicht schlechter. Der große Unterschied zwischen beiden Teams war die Chancenverwertung. Selbige war bei Barcelona zwar auch ausbaufähig, was acht Paraden von SG-Keeper Benjamin Buric in Hälfte eins untermauerten. Doch immer, wenn die Partie in Richtung der Hausherren zu kippen drohte, war die Mannschaft von Coach Carlos Ortega erfolgreich. Auf der Gegenseite scheiterten die Gastgeber vor der Pause in engen Spielphasen oft an ihren Nerven oder Schlussmann Gonzalo Pérez de Vargas.

Beide Torsteher duellierten sich auf Weltklasse-Niveau, während das handballerische Niveau der Begegnung nicht konstant auf ganz hoher Champions-League-Ebene war. Doch das gründete zum einen auf Flensburgs Ausfällen und zum anderen auf dem personellen Aderlass, den die Katalanen nach ihre vergangenen Fabelsaison - sie blieben ungeschlagen - verkraften mussten. So verließ unter anderem Rückraum-Ass Aron Pálmarsson den Serienmeister in Richtung Aalborg.

Golla vergibt den Ausgleich, Barcelona zieht davon

Dass die Katalanen etwas an spielerischer Substanz verloren haben, zeigte sich nach der Pause. Ihren Angriffen mangelte es nach Wiederbeginn an Schärfe. Buric bekam immer wieder eine Hand an den Ball und hatte riesigen Anteil daran, dass die Machulla-Mannschaft den Rückstand auf ein Tor verkürzen konnte. Der insgesamt etwas glücklos agierende Kreisläufer Johannes Golla besaß die Chance zum 17:17-Ausgleich, scheiterte aber an de Vargas (41.).

SG Flensburg-Handewitt - FC Barcelona 21:25 (10:13)

Tore SG Flensburg-Handewitt: Mensing 6, Wanne 6/4, Gottfridsson 3, Larsen 3, Steinhauser 2, Golla 1
FC Barcelona: Mem 7, Richardson 6, Gomez Abello 5/2, Fabregas 2, Frade 2, Fernández 1, Langaro 1, Sein 1
Zuschauer: 2.066

Barcelona antwortete mit vier Treffern in Folge zur 21:17-Führung (52.), sodass die SG in den verbleibenden Minuten ins Risiko gehen musste. Machulla brachte in Ballbesitz einen siebten Feldspieler. Doch diese Maßnahme führte nicht zum erhofften Erfolg. Als Melvyn Richardson knapp fünf Minuten vor Ultimo zum 23:18 traf, war die Entscheidung gefallen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 16.09.2021 | 23:03 Uhr

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