Stand: 06.05.2018 16:50 Uhr

Final Four: RN Löwen zu stark für die "Recken"

von Johannes Freytag, NDR.de

Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf reisen mit leeren Händen von ihrer ersten Teilnahme am Final-Four-Turnier in Hamburg ab. Im Finale um den DHB-Pokal zogen die "Recken" am Sonntag nach großem Kampf gegen die favorisierten Rhein-Neckar Löwen mit 26:30 (11:13) den Kürzeren. Die Mannheimer holten damit im elften Anlauf erstmals den Titel. "Es hat irgendwie ein bisschen was gefehlt. Wir sind sehr enttäuscht", sagte Kai Häfner, der zusammen mit Mait Patrail und Timo Kastening (alle sechs Tore) bester Werfer der Niedersachsen war. Kleiner Trost: Hannover-Burgdorf spielt in der kommenden Saison trotz der Niederlage im Europacup, weil die Löwen so gut wie sicher in der Champions League starten.

"Recken" kämpfen sich nach Schwächephase zurück

In der Anfangsphase hielten die "Recken" gut mit und stellten den Favoriten durchaus vor Probleme. Wie schon im Halbfinale zeigte TSV-Keeper Martin Ziemer gute Paraden, sodass die Löwen erst in der sechsten Minute zu ihrem ersten Treffer kamen (1:1). Doch auch auf der Gegenseite stand in Andreas Palicka ein starker Torwart, und nach einer knappen Viertelstunde drehte der Bundesliga-Tabellenführer auf. Gnadenlos bestraften die Mannheimer die sich häufenden Fehler der Niedersachsen: Stürmerfoul - Gegentor, Ballverlust - Gegentor, Fehlpass - Gegentor, Fehlwurf - Gegentor. TSV-Trainer Carlos Ortega versuchte in einer Auszeit, seine Mannschaft wieder aufzurichten, vergebens: Nach 20 Minuten hatten die Rhein-Neckar Löwen mit einem 6:0-Lauf einen Sechs-Tore-Vorsprung herausgeworfen (10:4). Aber die "Recken" kämpften sich zurück in die Partie und kamen mit der Halbzeitsirene dank eines Kraftaktes von Patrail wieder auf zwei Tore heran (11:13).

Schmid wird zum Matchwinner für die Löwen

H-Burgdorf - RN Löwen 26:30 (11:13)

Tore H-Burgdorf: Häfner (6), Patrail (6), Kastening (6), Pevnov (5), Olsen (1), Böhm (1), Mortensen (1/1)
RN Löwen: Schmid (8), Groetzki (6), Petersson (5), Mensah (5), Pekeler (2), Ekdahl du Rietz (2), Reinkind (1), Sigurdsson (1)
Zuschauer: 13.200

Und die Niedersachsen setzten ihre Aufholjagd auch im zweiten Durchgang fort. Zwei Treffer von Timo Kastening sorgten für das 13:14 (33.). Das Publikum nahm die Spannung dankbar an, waren beide Halbfinals doch einseitig verlaufen. Hannover gelang es zwar, die Anspiele am Kreis zu unterbinden, gegen Andy Schmid aber fanden die "Recken" kein Mittel. Der Schweizer, der im ersten Durchgang torlos geblieben war, sorgte fast im Alleingang dafür, dass die Löwen nach 42 Minuten wieder mit vier Toren vorne lagen (19:15). Als Schmid 14 Minuten vor dem Ende zum 22:17 traf, war die Vorentscheidung gefallen. Ortega versuchte, im Angriff mit einem siebten Feldspieler ("Empty Goal") den Anschluss wieder herzustellen. Es gelang nicht mehr, weil die Mannheimer jeden Treffer der Hannoveraner mit einem Tor konterten.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 06.05.2018 | 23:00 Uhr

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