Bremens Marco Friedl verlässt niedergeschlagen den Platz. © IMAGO / Nordphoto

Vor Heimspiel gegen Heidenheim: Werder-Profi Friedl entschuldigt sich

Stand: 01.10.2021 10:19 Uhr

Vor einem Monat wollte Marco Friedl den Fußball-Zweitligisten Werder Bremen unbedingt verlassen. Er weigerte sich sogar zu spielen. Heute im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim könnte es zum ersten Startelf-Einsatz im Weserstadion seitdem kommen.

Friedl hat in den vergangenen dreieinhalb Jahren für Werder 89 Pflichtspiele bestritten, in etwa die Hälfte davon im Weserstadion. Das heutige Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (18.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) dürfte dennoch ein besonderes für ihn werden. Es stellt sich die Frage, wie die Fans der Grün-Weißen auf den 23 Jahre alten Österreicher reagieren werden. Dieser hatte vor dem Heimspiel gegen Hansa Rostock Ende August erklärt, er sehe sich nicht in der Lage, in dem Spiel für den Erstliga-Absteiger aufzulaufen. Das war von vielen Fans als Streik aufgefasst worden, um einen Wechsel zu erzwingen.

Friedl: "Ich würde es heute anders machen"

Der Defensivspieler hat sich am Mittwoch noch einmal für sein Verhalten rund um den von ihm angestrebten Wechsel entschuldigt. "Ich würde es heute anders machen", sagte der österreichische Nationalspieler. Nach seiner Aussage vor dem Hansa-Heimspiel waren die Reaktionen im Internet heftig ausgefallen. "Ich habe vorher nicht gewusst, dass es so ein großes Thema und so ein großer Rummel um meine Person wird", gab er nun zu.

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Werder-Coach Markus Anfang hatte den 23-Jährigen nach dessen Verhalten in den folgenden beiden Spielen nicht eingesetzt. Erst am Sonntag beim 0:3 in Dresden stand Friedl wieder in der Startelf. Dass die Lage nach der klaren Niederlage nicht einfach ist, räumte der Österreicher ein. Es gehe jetzt darum, die neue Liga und den dort nötigen Kampf anzunehmen.

Es ist eine nachvollziehbare Aufforderung, stellt Werder nach dem achten Spieltag in der Zweiten Liga mit elf Punkten und 11:12 Toren als Tabellenzehnter doch nur Mittelmaß dar. "Erst nach den kämpferischen Attributen kannst du dich auf das Fußballerische konzentrieren. Wir müssen das Spiel auf unsere Seite reißen - dann bin ich auch überzeugt, dass das in Zukunft anders laufen wird", sagte Friedl. Er kann seinen Beitrag dazu leisten.

Mögliche Aufstellungen:

Werder: Zetterer - Weiser, Veljkovic, Friedl, Jung - Gruev - Rapp, Schmidt - Dinkci, Schmid - Ducksch
Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Hüsing, Theuerkauf - Schöppner - Kühlwetter, Thomalla, Mohr - Malone, Kleindienst

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 29.09.2021 | 23:03 Uhr

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