Guido Burgstaller vom FC St. Pauli © Witters

St.-Pauli-Sportchef Bornemann: Burgstaller das Gesicht der Wende

Stand: 16.02.2021 11:13 Uhr

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli ist nicht wiederzuerkennen: zu Weihnachten noch Vorletzter, dann 17 Punkte aus neun Spielen. Vor allem Torjäger Guido Burgstaller gilt als Garant des starken Aufschwungs.

"Er ist sicherlich das Gesicht der Wende", sagte Sportchef Andreas Bornemann über den 31 Jahre alten Österreicher. Mit sechs Toren in den vergangenen sechs Spielen war der Angreifer der Wegbereiter des katapultartigen Sprunges der Hamburger aus der Abstiegszone ins Mittelfeld der Zweiten Liga.

Burgstaller: "Müssen so weitermachen"

"Wer aus solchen Situationen Tore macht, wer das Spiel so öffnet, so arbeitet für das Team und für die Spieler drum herum so wertvoll ist, hat sicherlich einen großen Anteil", lobte Bornemann den Ex-Schalker. Nach dem erneut starken Auftritt beim 2:1 in Nürnberg, bei dem Burgstaller die 1:0-Führung besorgt hatte, stellte der Torjäger weitere sportliche Höchstleistungen in Aussicht. "Wenn wir so auftreten wie heute, wird es schwer, gegen uns zu spielen", sagte der Angreifer. "So wie wir zurzeit drauf sind - da müssen wir weitermachen."

Das plötzliche Hoch beim Kiezclub, der nach dem 4:2 gegen Heidenheim am zweiten Spieltag in der Hinrunde 13 Spiele in Serie sieglos geblieben war, ist beachtlich. Zu Weihnachten war St. Pauli mit mageren acht Punkten aus zwölf Spielen Vorletzter - mit vier Punkten Rückstand auf die Rettungszone. Nach 21 Spielen haben die Braun-Weißen nun 25 Zähler auf dem Konto und liegen sieben Punkte über Relegationsplatz. Wie war dies möglich?

Schultz: "Braucht auch die Jungs um ihn herum"

Nicht allein durch die Rückkehr Burgstallers, der wegen einer Gefäßverletzung im Bauchraum operiert werden musste und lange ausgefallen war. "Er ist ein wichtiger Spieler für uns, braucht aber auch die Jungs um ihn herum", betonte Chefcoach Timo Schultz. In Daniel-Kofi Kyereh (sechs Tore und acht Assists), Rodrigo Zalazar (fünf/zwei) haben zudem zwei im Sommer geholte Neue nach der Krise des Teams zur Top-Form zurückgefunden. Der im Herbst gekommene James Lawrence ist mittlerweile ein starker Abwehrchef. Und Winterzugang Omar Marmoush hat die Offensiv-Power der Kiezkicker noch einmal verstärkt, traf in Nürnberg per Foulelfmeter schon zum dritten Mal. In Eric Smith kam zudem ein erfahrener Sechser dazu, der für die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive sorgt.

Außerdem sind Sportchef Bornemann und Clubchef Oke Göttlich trotz der zwischenzeitlichen Talfahrt ruhig geblieben und haben an Coach Schultz festgehalten. Am Millerntor haben unter dem Strich viele Mosaiksteinchen zum aktuellen positiven Gesamtbild geführt.

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