Stand: 17.07.2018 15:25 Uhr

HSV löst Mavraj-Vertrag auf - Trio vor Absprung?

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Für Mergim Mavraj war zuletzt nicht einmal mehr auf der Bank des HSV Platz.

Der Hamburger SV und der albanische Fußball-Nationalspieler Mërgim Mavraj gehen nach rund eineinhalbjähriger Zusammenarbeit getrennte Wege. Der noch bis 2019 datierte Kontrakt des Innenverteidigers wurde am Dienstag aufgelöst. Der 32-Jährige hatte in den Planungen von Coach Christian Titz keine Rolle mehr gespielt. Der Übungsleiter hatte ihn nach seiner Amtsübernahme im April in die U21 verbannt - ohne nähere Angabe von Gründen. "Ein Vertrag löst sich auf, eine emotionale Verbindung niemals. Ich war gerne hier und half mit sehr viel Leidenschaft. Man darf dafür niemals Anerkennung oder Respekt erwarten, dies tut man aus Überzeugung und aus Respekt vor denjenigen, die vor uns diesem Verein zu Ruhm verhalfen", schrieb Mavraj auf seinem Instagram-Account.

Zuletzt hatte der Routinier vom HSV Sonderurlaub gewährt bekommen, um sich auf Clubsuche begeben zu können. Der Defensivspezialist wird mit dem spanischen Zweitligisten Deportivo La Coruna, Brescia Calcio (Italien) und dem türkischen Verein Trabzonspor in Verbindung gebracht.

Erst Leistungsträger, dann aussortiert

Mavraj war in der Winterpause der vorvergangenen Serie vom 1. FC Köln zu den Hamburgern gewechselt. Er avancierte sofort zum Stammspieler und hatte an der Seite des seinerzeit ausgeliehenen Kyriakos Papadopoulos großen Anteil am Klassenerhalt des HSV. "Was Stolz bedeutet, erfuhren wir im Mai 2017. Damals erlebten wir das Gefühl von aufrichtigem Stolz", schrieb Mavraj auf Instagram. Auch in der vergangenen Saison war der 32-Jährige bis zum Jahreswechsel gesetzt. Nach dem Trainerwechsel von Markus Gisdol zu Bernd Hollerbach wurde der Albaner schon nicht mehr regelmäßig berücksichtigt. Unter Titz war seine Zeit bei den Profis dann abgelaufen.

Bessert Bayern Arp-Offerte nach?

Mavraj ist bereits der 14. Sommer-Abgang beim Neu-Zweitligisten. Weitere werden aller Voraussicht nach in Kürze folgen. Auch die Großverdiener Papadopoulos und Filip Kostic möchte der hochverschuldete Absteiger von seiner Payroll bekommen. Der Schwede Albin Ekdal gilt ebenfalls als Verkaufskandidat. Zudem drängen die Hanseaten in der Personalie Jann-Fiete Arp auf eine rasche Entscheidung. Das Ausnahmetalent ist sich übereinstimmenden Medienberichten mit dem FC Bayern München einig. Der Rekordmeister ist bis dato dem Vernehmen nach aber nur bereit, eine Ablöse von 2,5 Millionen Euro für den 18-Jährigen zu zahlen. Möglicherweise scheitert daran Arps vorzeitiger Wechsel an die Isar. Sein Vertrag beim HSV ist bis 2019 datiert.

Der Kader des Hamburger SV

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 17.07.2018 | 19:30 Uhr

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