Stand: 28.11.2019 20:47 Uhr

VfL Wolfsburg überwintert in der Europa League

von Ines Bellinger, NDR.de
Wout Weghorst (l.) jubelt mit seinen Kollegen über sein Elfmetertor.

Der VfL Wolfsburg ist vorzeitig in die Zwischenrunde der Europa League eingezogen. Den Niedersachsen genügte nach einem zähen Spiel beim ukrainischen Vertreter PFK Olexandrija am Donnerstagabend ein 1:0 (1:0). Parallel kam St. Etienne gegen Gent nicht über ein 0:0 ein. Damit können Gent und Wolfsburg in der Gruppe I nicht mehr eingeholt werden. Im letzten Gruppenspiel gegen die Franzosen am 12. Dezember vor heimischer Kulisse dürfte der VfL entspannt aufspielen. "Wir sind sehr, sehr glücklich. Das war ein harter Kampf für uns - aber wir haben es geschafft. Es war vor der Saison ganz klar unser Ziel, uns für die K.o.-Phase zu qualifizieren. Das haben wir geschafft", sagte Kapitän Josuha Guilavogui, der trotz Knieproblemen auflaufen konnte.

Wolfsburg kann sich in diesem Jahr nun ganz auf die verbleibenden Bundesliga-Spiele konzentrieren. Und da geht es am kommenden Sonntag mit einem Heimspiel gegen den Nord-Rivalen Werder Bremen weiter. Aller Voraussicht nach ist für drei Punkte dann eine Leistungssteigerung nötig.

Casteels bei EL-Debüt auf dem Posten

Weil Olexandrijas Stadion mit einer Kapazität von nur 7.000 Zuschauern der UEFA zu klein ist, fand das Spiel in der 900 Kilometer entfernten Arena von Lwiw statt, Spielort der Europameisterschaft 2012.

5.Spieltag, 28.11.2019 18:55 Uhr

Olexandrija

0

VfL Wolfsburg

1

Tore:

  • 0:1 Weghorst (45. +1, Foulelfmeter)

Olexandrija: Pankiw - P. Pashayev, Dubra, Babolgo, Dmitri - Banada, Gretschyschkin, Saporoschan - Lutschkewytsch (86. Saderaka), Schastal (55. Tretjakow), Kowalets (39. Besborodko)
VfL Wolfsburg: Casteels - Brooks, Bruma, Tisserand - William (90.+1 Mbabu), Arnold, Guilavogui, Roussillon - Victor (61. Steffen), Mehmedi (79. Klaus) - Weghorst
Zuschauer: 8000

Weitere Daten zum Spiel

Das Interesse an der Partie war übersichtlich. Die wenigen mitgereisten VfL-Fans hatten zum ersten Mal nach einer knappen Viertelstunde einen Torschrei auf den Lippen. Wout Weghorst zog trocken aus zwölf Metern ab. PFK-Torhüter Juri Pankiw konnte die Kugel nicht festhalten, Joao Victor den Abpraller aber auch nicht verwerten (13.). Auf der Gegenseite waren sich kurz darauf John Anthony Brooks und Marcel Tisserand nicht einig, als ein Freistoß von Dmitro Gretschyschkin in den Strafraum segelte. So kam Dmitro Schastal aus Nahdistanz zum Abschluss, doch VfL-Keeper Koen Casteels, der nach seiner langwierigen Verletzung sein Europa-League-Debüt feierte, reagierte blitzschnell (19.).

VfL braucht einen Elfmeter zur Führung

Wolfsburg spielte phasenweise drückend überlegen, konnte jedoch auch aus besten Chancen kein Kapital schlagen. Vor allem bei den von Maximilian Arnold getretenen Standards wurde es immer gefährlich vor dem Tor der Gastgeber, doch sowohl Tisserand (24.) als auch Guilavogui (32.) nutzten ihre Gelegenheiten per Kopf nicht. Ein Freistoß von Arnold bahnte dem VfL dann aber doch noch vor der Pause den Weg zur Führung. Innenverteidiger Kaspars Dubra hängte sich so unbeholfen an den Arm von Weghorst, dass der österreichische Schiedsrichter Manuel Schüttengruber nicht anders konnte, als auf Elfmeter zu entscheiden. Der gefoulte Niederländer trat selbst an und verwandelte sicher (45.+1). Es war sein zehntes Pflichtspieltor in dieser Saison.

Wolfsburg muss am Ende noch zittern

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Maximilian Arnold (l.) überzeugte mit Zweikampfstärke und gefährlichen Standards.

Die Führung war hochverdient, und auch nach Wiederanpfiff hatten die Wolfsburger das Spiel unter Kontrolle. Mit ihren Chancen (Joao Victor/49., William/58.) gingen sie jedoch weiter fahrlässig um. Und Olexandrija, das nach dem 1:3 in Wolfsburg in der Europa League nicht mehr verloren hatte, ließ nicht locker. Gretschyschkin prüfte Casteels mit einem Distanzschuss, hämmerte dem Belgier die Kugel aber direkt auf die Fäuste (67.). Nun setzte eine lange Phase des Zitterns ein, ehe in der Schlussphase Felix Klaus noch die Möglichkeit zum 2:0 hatte. Doch der eingewechselte Offensivspieler brachte den Ball ebenso nicht nicht an Pankiw vorbei (82.) wie Jerome Roussillon in der Nachspielzeit (90.+2).

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Sport aktuell | 28.11.2019 | 22:25 Uhr