Ewa Pajor (l.) vom VfL Wolfsburg im Duell mit Chelseas Millie Brigh © picture alliance/dpa Foto: Marton Monus

Champions League: VfL-Frauen zum Auftakt gegen Chelsea

Stand: 14.09.2021 11:34 Uhr

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben in der Champions League attraktive Gegner zugelost bekommen. Neben Juventus Turin und Servette FC CF treffen die Niedersächsinnen auf den FC Chelsea, mit dem sie noch eine Rechnung zu begleichen haben.

Denn in der vergangenen Champions-League-Saison schieden die "Wölfinnen" gegen den englischen Meister im Viertelfinale aus. Die Londonerinnen um die frühere VfL-Angreiferin Pernille Harder gewannen mit 2:1 und 3:0. Beide Partien mussten wegen der seinerzeit bestehenden Corona-bedingten Einreisebeschränkungen auf neutralem Terrain in Budapest stattfinden. Zuschauer waren nicht zugelassen.

Auftakt am 6. Oktober gegen Favorit Chelsea

Nun kommt es in der Gruppenphase zum Wiedersehen mit dem Vorjahresfinalisten, der fraglos ob seines Luxuskaders - neben Harder stehen unter anderem noch Ausnahmeangreiferin Samantha Kerr und die deutsche Nationalspielerin Melanie Leupolz bei Chelsea unter Vertrag - der Favorit auf den Gruppensieg ist.

Und das gleich zu Beginn. Zum Auftakt der "Königsklasse" müssen die Wolfsburgerinnen am 6. Oktober (21 Uhr) bei Chelsea antreten. Zum ersten Heimspiel empfängt der VfL am 13. Oktober (18.45 Uhr) Servette Genf, am 9. November (21 Uhr) geht es dann zu Juventus Turin.

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Jubel bei den Fußballerinnen des VfL Wolfsburg um Torschützin Ewa Pajor (M.) © IMAGO / regios24

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Finanziell lukrative Gruppenphase

Die Gruppensieger und -zweiten der vier Vierergruppen ziehen ins Viertelfinale ein. In der reformierten Champions League sind pro Team 400.000 Euro Preisgeld in der Gruppenpahse garantiert sind. Der Sieger der "Königsklasse" kassiert bis zu 1,4 Millionen Euro.

Kellermann freut sich über "attraktive Gruppenphase"

Verantwortlich dafür, dass der VfL gleich zu Beginn auf Titelfavorit Chelsea trifft, zeichnete die langjährige Wolfsburgerin Lena Goeßling. Die 35-Jährige, deren Kontrakt nach der vergangenen Saison nach elf Jahren beim Werksclub nicht verlängert wurde, betätigte sich in Nyon als Losfee. Sie bewies dabei laut Ralf Kellermann, dem Sportlichen Leiter des Bundesligisten, ein gutes Händchen. "Wir freuen uns auf eine sehr attraktive Gruppenphase, in die wir mit dem klaren Ziel gehen, zum zehnten Mal in Folge das Viertelfinale zu erreichen", erklärte der 52-Jährige.

Turin und Genf schwer einzuschätzen

Während Chelseas Qualitäten unbestritten sind, ist die Leistungsstärke von Juventus und Servette eher schwer einzuschätzen. Beide Clubs spielten im Frauenfußball auf internationaler Ebene bis dato eine untergeordnete Rolle. Unterschätzen werden die Niedersächsinnen diese beiden Kontrahenten deswegen aber gewiss nicht. Schließlich hatte der Vizemeister bereits große Mühe, in der Zwischenrunde den französischen Außenseiter Girondins Bordeaux aus dem Weg zu räumen. Es gelang erst im Elfmeterschießen.

Obgleich Goeßling, die ihre Karriere beendete, ihrem Ex-Club eine anspruchsvolle Gruppe zugelost hat, überwiegt beim zweimaligen "Königsklassen"-Sieger die Vorfreude auf die Partien. Insbesondere der Besuch der Turinerinnen am Mittelandkanal wird bereits geradezu herbeigesehnt. "Mit Blick auf die zahlreichen Wolfsburgerinnen und Wolfsburger mit italienischen Wurzeln wird das Gastspiel von Juventus Turin ein Highlight", sagte Kellermann.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 13.09.2021 | 23:03 Uhr

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