Stand: 01.02.2020 11:00 Uhr

Werder Bremen in Augsburg: In Ruhe punkten

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Bei Werders 3:2-Sieg gegen Augsburg in der Hinrunde erzielte Josh Sargent (r.) das 2:1.

Die Heimniederlage gegen Hoffenheim (0:3) ist beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen aufgearbeitet, von Panik im Abstiegskampf nichts zu spüren. "Es war eine sachliche und rationale Aufarbeitung mit dem klaren Ziel, Lösungen für die Mannschaft aufzuzeigen", beschrieb Trainer Florian Kohfeldt vor dem heutigen Gastspiel (15.30 Uhr, im NDR Livecenter) beim FC Augsburg die Trainingswoche der Grün-Weißen. "Wir tun gut daran, die Dinge rational zu bewerten", ergänzte der Werder-Coach, der Neuzugang Davie Selke direkt in den Kader berief. "Kurz vor Weihnachten fühlte es sich an wie ein freier Fall. Das ist jetzt anders, wir haben im Trainingslager viel daran gearbeitet. Es ist definitiv keine Ruhe eingekehrt, aber wir verfallen auch nicht in Panik."

Neuzugang Selke ist ein Hoffnungsträger

Untätig war Werder am letzten Tag der Transferperiode indes nicht. Selke soll für neuen Schwung im Angriff sorgen. "Er ist ein unangenehmer Gegner für die Abwehrspieler und hat einen guten Torriecher. Er bereichert unser Offensivspiel mit seinen Qualitäten", so Kohfeldt.

Lob für Neuzugang Vogt

Der Coach zeigte sich insgesamt recht entspannt. Schon bei der Aufarbeitung der Niederlage gegen Hoffenheim hatte er trotz der drei "stümperhaft verteidigten" Gegentore auch Positives gesehen. "Wir haben uns in der defensiven Grundordnung gefestigt", sagte der 37-Jährige und lobte dabei Neuzugang Kevin Vogt, der ein wichtiger Baustein sei: "Er macht es sehr gut mit seiner Präsenz, seiner Organisation. Gerade in der Konterabsicherung ist er sehr wichtig. Er ist innerhalb von zwei Spielen schon zur festen Größe geworden."

Sechs Defensivspieler fehlen Werder

Deutlich länger eine feste Größe ist Niklas Moisander, der in Augsburg nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder mitwirken darf. Die Rückkehr des Kapitäns in Werders Dreierkette ist umso wichtiger, da in Ludwig Augustinsson, Theodor Gebre Selassie (beide Oberschenkelverletzung), Philipp Bargfrede (Wadenprobleme), Sebastian Langkamp (Kniereizung) und Milos Vejlkovic (Adduktorenprobleme) fünf Defensivakteure fehlen und ein weiterer, Marco Friedl, gelbgesperrt ist. Moisander vergleicht die jetzige Situation mit seinen ersten beiden Jahren an der Weser, in denen bei Werder ebenfalls nicht immer alles rund lief: "Auch damals war es schwer, aber unsere Stärke war es, immer nicht negativ zu sein. Wir müssen positiv bleiben, auch wenn der Druck sehr hoch ist."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 01.02.2020 | 15:00 Uhr