Stand: 23.11.2019 17:25 Uhr

Heimpleite gegen Schalke: Werder in der Krise

von Sebastian Ragoß, NDR.de
Bremens Milot Rashica, Nuri Sahin und Davy Klaassen (v.l.) sind bedient. © WITTERS Foto: FrankPeters
Frust bei Werder: Die Bremer kassieren eine Heimpleite gegen Schalke.

Werder Bremen steckt in einer sportlichen Krise. Das 1:2 (0:1) gegen den FC Schalke 04 am Sonnabend war bereits die achte Bundesliga-Partie in Folge ohne Sieg. Auch der Gesamteindruck der Hanseaten stimmte bedenklich. Werder lieferte offensiv einen biederen Auftritt ab, der wenig mit den Vorstellungen von Trainer Florian Kohfeldt zu tun hatte. "Wir müssen uns den Vorwurf gefallen lassen, dass wir die ersten 60 Minuten nicht das auf den Platz gebracht haben, was wir wollten. Wir haben jetzt eine schwere Situation, keine Frage. Es wird wichtig sein, den Mut zu behalten", sagte der Werder-Coach.

Werders Taktik geht nicht auf

Die Bremer wollten Schalke locken und mit Kontern über den schnellen Milot Rashica zu Torchancen kommen. Doch dieses Konzept funktionierte nicht, weil sich Schalke nicht locken ließ.

12.Spieltag, 23.11.2019 15:30 Uhr

Werder Bremen

1

FC Schalke 04

2

Tore:

  • 0:1 Harit (43.)
  • 0:2 Raman (53.)
  • 1:2 Osako (79.)

Werder Bremen: Pavlenka - Veljkovic, N. Sahin (54. Pizarro), Langkamp (85. Goller) - Gebre Selassie, Bargfrede (72. J. Eggestein), Augustinsson - M. Eggestein, Klaassen - Rashica, Osako
FC Schalke 04: Nübel - Kenny, Nastasic, Kabak, Oczipka - Mascarell - D. Caligiuri, Serdar - Uth (73. McKennie), Harit (87. Burgstaller) - Raman (80. Matondo)
Zuschauer: 42100 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

So sahen die Zuschauer im ausverkauften Weser-Stadion eine Partie, die von Taktik und Abwarten geprägt war. In der ersten Hälfte gab es lediglich zwei gefährliche Schüsse aufs Tor, beide abgegeben von den Gästen. In der 25. Minute traf Daniel Caligiuri den Pfosten, der Ball prallte an den Rücken von Bremens Keeper Jiri Pavlenka und dann ins Aus. Besser zielte kurz vor der Pause Amine Harit, der den Ball zum 1:0 ins Tor schlenzte (43.). Pavlenka in dieser Situation einen Fehler anzukreiden, wäre ungerecht. Es gab aber schon ähnliche Szenen, in denen der Tscheche einen derartigen Schuss parierte.

Langkamp-Fehler vor dem 0:2

Der Rückstand bedeutete, dass Werder seine Taktik ändern und offensiver werden musste. Ein schwerer Fehler von Sebastian Langkamp machte die Aufgabe aber noch schwerer: Benito Raman luchste dem Innenverteidiger robust den Ball ab und tunnelte Pavlenka (53). Die Bremer protestierten massiv, aber der Treffer zählte. Es musste etwas passieren bei Werder, und das heißt häufig: Claudio Pizarro kommt ins Spiel. Der 41-Jährige, mit frisch blondierten Haaren, sollte also helfen, die Wende zu schaffen. Er blieb aber beinahe wirkungslos.

Neue Hoffnung nach Osakos Treffer

Trotzdem wurde es noch einmal spannend. Rashica hatte bereits eine gute Chance und verpasste das Tor nur knapp (61.). Für neue Hoffnung sorgte dann Yuya Osako, der in der 80. Minute den Ball über die Linie drückte, nachdem S04-Keeper Alexander Nübel gegen Theodor Gebre Selassie pariert hatte. Der Ausgleich gelang den Hanseaten aber nicht und so blieb auch das Comeback von Werder-Verteidiger Ludwig Augustinsson nach schwerer Knieverletzung und mehr als einem halben Jahr Pause nur eine Randnotiz.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 23.11.2019 | 15:00 Uhr

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