Stand: 13.01.2020 11:10 Uhr

Braunschweig: Fürstner genießt Ende der Leidenszeit

Stephan Fürstner © imago / Jan Hübner
Ex-Kapitän Stephan Fürstner hat bei Eintracht Braunschweig sein Comeback gegeben.

Sonderlich stimmungsvoll war der Rahmen nun nicht, aber das war für Stephan Fürstner auch nicht weiter von Belang. Was zählte, war, dass er endlich das Dasein des unfreiwilligen Zuschauers beendet hatte, dass er wieder blau-gelbe Trikot des Fußball-Drittligisten Eintracht Braunschweig trug und als einer von elf "Löwen" dem Ball nachjagte.

Dass sich beim Testspiel gegen den rumänischen Erstligisten CS Universitatea Craiova im Rahmen des Trainingslagers im türkischen Belek die Anzahl der Zuschauer an wenigen Händen abzählen ließ - geschenkt! Mit der Nominierung von Trainer Marco Antwerpen für die Startformation war die lange Leidenszeit endgültig abgehakt. Ihren Anfang genommen hatte sie in der Sommervorbereitung. In dieser hatte sich der 32 Jahre alte gebürtige Münchner so schwer verletzt (Muskelteilabriss im Oberschenkel), dass er die ersten 20 Spieltage der Drittliga-Saison verpasste. Bereits vor dem Beginn der Saison hatte der Routinier im Zuge dessen das Kapitänsamt freiwillig zur Verfügung gestellt.

Braunschweig in zwei Wochen zum "Löwen"-Duell

Im Test gegen Craiova machte sich Fürstners Rückkehr positiv bemerkbar, er lenkte das Spiel der Niedersachsen, führte das Team.

Am Ende musste sich die Eintracht zwar mit 0:2 geschlagen geben, aber das war nur ein Randaspekt. Fürstner war glücklich über sein Comeback. "Das war wichtig für mich, um zu wissen, an welchem Punkt ich bin", sagte er. Auf die Leistung des Teams bezogen, urteilte er: "Alles hat noch nicht gepasst, aber wichtig ist, dass jeder alles gegeben hat. Jetzt haben wir noch zwei Wochen bis zum ersten Spiel und werden in dieser Zeit an den Automatismen arbeiten", sagte der Mittelfeldspieler. Für die Eintracht, die mit 33 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz der Dritten Liga liegt, geht es am 26. Januar mit einem Duell bei den anderen "Löwen", dem TSV 1860 München, weiter.

Fürstner: "Sehe Licht am Ende des Tunnels"

Mit seinem persönlichen Vorankommen ist Fürstner zufrieden.

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"Die Fitness kommt zurück, aber viel wichtiger ist, dass der Kopf mitspielt. Nicht an die Verletzung zu denken, ist das Entscheidende, um Vertrauen in seinen Körper zu haben. Da gibt mir jede Einheit mehr Sicherheit. Und bisher läuft alles tadellos. Deshalb habe ich allen Grund, positiv gestimmt zu sein", sagte Fürstner der "Braunschweiger Zeitung". "Nun sehe ich Licht am Ende des Tunnels. Das fühlt sich gut an", fügte der ehemalige U21-Nationalspieler hinzu. Er wolle Teil dieser Mannschaft sein, die sich einen "kleinen Spirit erarbeitet" habe. Und diese habe ein "großes Ziel", ergänzte er. "Wir wollen gut in die Rückrunde starten, und dafür wünsche ich mir, dass jeder Vollgas gibt", sagte Fürstner, der es genießt, sich wieder als aktiver Teil des Teams sehen zu können.

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