Stand: 05.05.2019 16:58 Uhr

Ausgekontert: Holstein verliert gegen Duisburg

von Christian Görtzen, NDR.de
Bild vergrößern
Kiels Alexander Mühling (l.) schießt auf kurzer Distanz auf das Duisburger Tor.

Nun ist es definitive Gewissheit: Holstein Kiel spielt auch in der kommenden Saison in der Zweiten Liga. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter, der offenbar vom Bundesligisten VfB Stuttgart umworben wird, musste sich am Sonntag vor 12.122 Zuschauern im Heimspiel dem Tabellenletzten MSV Duisburg mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Durch diese Niederlage am 32. Spieltag beträgt der Rückstand der "Störche" auf den von Union Berlin (1:2 in Darmstadt) eingenommenen dritten Tabellenplatz, der zu Relegationsspielen gegen den Bundesliga-Drittletzten berechtigt, sieben Punkte. Sechs Zähler könnten die Kieler bei zwei ausstehenden Partien maximal noch holen.

"Das ist ein Abbild unserer letzten Wochen. Momentan passt gar nichts zusammen", sagte Walter dem NDR zur Leistung gegen Duisburg. Hinsichtlich seiner persönlichen Zukunft ergänzte er: "Ich hoffe, dass es hier alles weiter geht. Momentan ist es bei mir so, dass ich nichts anderes kommentieren werde."

Viel Glück und Pech für die "Störche"

32.Spieltag, 05.05.2019 13:30 Uhr

Holstein Kiel

0

MSV Duisburg

2

Tore:

  • 0:1 Gyau (55.)
  • 0:2 Albutat (68.)

Holstein Kiel: Reimann - Dehm, Schmidt, Wahl, van den Bergh - Karazor - Mühling, Bénes (62. Honsak) - J. Lee (73. Evina) - Okugawa, K. Schindler (50. Serra)
MSV Duisburg: Wiedwald - Hajri, Bomheuer, Nauber, Seo - Albutat (90.+1 Fröde), Schnellhardt - Gyau (90.+1 Engin), H. Nielsen (61. Taschtschi), Stoppelkamp - Iljutcenko
Zuschauer: 12122

Weitere Daten zum Spiel

Walter hatte seine Anfangsformation im Vergleich zur 2:3-Niederlage beim SV Sandhausen auf drei Positionen verändert: Anstelle von Jonas Meffert (Gelb-Sperre), Stefan Thesker und Janni Serra spielten Dominik Schmidt, Atakan Karazor und Kingsley Schindler. Die erste Annäherung an das gegnerische Tor gelang den Gastgebern durch Masaya Okugawa (9.), doch richtig gefährlich wurde es zwei Minuten auf der anderen Seite: Durch eine verunglückte Abwehraktion des Kielers Jae-Sung Lee gelangte MSV-Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp in eine exzellente Schussposition. Doch Holstein-Keeper Dominik Reimann parierte gegen den früheren Hannoveraner ebenso glänzend wie unmittelbar danach gegen Fabian Schnellhardt (12.).

Glück hatten die Schleswig-Holsteiner, dass Schiedsrichter Christian Dietz (München) ein Handspiel von Schmidt nicht mit einem Strafstoß ahndete (28.). Danach ging es hin und her. Schindler köpfte den Ball zunächst an den Pfosten, und beim nachfolgenden Aufsetzer des Kielers Alexander Mühling hatten die Holstein-Fans den Jubelschrei auf den Lippen, doch MSV-Spieler Gerrit Nauber klärte per Kopf auf der Torlinie (31.). Im Gegenzug scheiterte Stoppelkamp ein weiteres Mal an Reimann. Und nur weitere zwei Minuten später knallte Kiels Lászlo Bénes den Ball per schöner Direktabnahme an den Pfosten. Angesichts der Vielzahl an Chancen war es erstaunlich, dass es mit dem torlosen Remis in die Pause ging.

Schlusslicht kontert Kiel eiskalt aus

Bild vergrößern
Kiels Hauke Wahl breitet ratlos die Arme aus.

Den besseren Start in Durchgang zwei hatten die Gastgeber. In der 49. Minute zwang Okugawa Duisburgs Young-Jae Seo fast zu einem Eigentor, und sechs Minuten später köpfte der kurz zuvor eingewechselte Janni Serra knapp am Tor vorbei. Vieles deutete auf eine baldige Führung der Gastgeber hin - doch es kam ganz anders. MSV-Angreifer Joseph-Claude Gyau zog nach einem Konter von der Strafraumgrenze ab und traf ins linke untere Eck - 1:0 (55.) für den Tabellenletzten. Reimann sah bei dem Gegentor nicht ganz glücklich aus.

Einige Holstein-Fans reagierten erschreckend einfältig auf den Rückstand: "Duisburger Hurensöhne" schallte es laut durch das Stadion. Die "Antwort" der Gäste: Sie bauten ihre Führung aus. Stoppelkamp legte - obwohl er ungehindert auf Reimann zustrebte - uneigennützig auf Tim Albutat ab, der mühelos zum 2:0 (68.) einschob. Die Kieler versuchten noch einmal alles, kamen auch zu einigen sehr guten Chancen, etwa durch Mathias Honsak (78.) oder Hauke Wahl (90.+2). Doch letztlich gelang es nicht mehr, die Niederlage zu verhindern. Zu allem Überfluss erlitt Serra kurz vor dem Schlusspfiff noch eine Knieprellung.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 05.05.2019 | 15:25 Uhr

Mehr Sport

02:00
Schleswig-Holstein Magazin

Wie geht es weiter bei Holstein Kiel?

Schleswig-Holstein Magazin