VIDEO: Digitale Abhängigkeit von Smartphone & Co. (4 Min)

So lassen sich Smartphones vor dem Hitzetod schützen

Stand: 08.07.2021 17:38 Uhr

Smartphones enthalten elektronische Bauteile, die bei Hitze schnell Schaden nehmen können. Deshalb sollte man im Sommer Sonne, Hüllen, aufgeheizte Autos, Videos und Games besser vermeiden.

Weil beim Betrieb oder dem Aufladen Strom durch ein Smartphone fließt, ist es völlig normal, dass sich die Geräte leicht erwärmen. Hersteller-bedingt halten Handys gewisse Temperaturschwankungen aus. Viele moderne Smartphones haben sogar einen Überhitzungsschutz, der das Gerät selbstständig abschaltet. Die ideale Betriebstemperatur bei längerem Gebrauch liegt bei den meisten Geräten jedoch bei etwa 20 Grad.

Überhitzen die Smartphones, können empfindliche Bauteile wie Akku, Display oder Prozessoren kaputtgehen. Der Akku verliert an Leistung oder das Einschalten ist nicht mehr möglich. In der prallen Sommer-Sonne können sich Smartphones schnell extrem aufheizen. Deshalb ist ein Hitzeschutz an warmen Sommertagen wichtig.

Direkte Sonneneinstrahlung auf das Handy vermeiden

Wer beim Baden oder Café-Besuch gerne in der Sonne faulenzt, sollte das Smartphone mit einem Tuch oder Kleidungsstück vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Alternativ lässt sich das Gerät auch in einer Tasche oder in einem Rucksack an einem schattigen Ort platzieren - im Restaurant beispielsweise unter dem Tisch. Auch die Tasche einer Jacke kann Abhilfe schaffen.

Smartphone nicht im aufgeheizten Auto liegenlassen

Geht es im Hochsommer zum Baden, lassen viele Menschen ihr Smartphone im Auto liegen, weil es dort sicherer ist als in der Badetasche während des Schwimmens. Viele bedenken allerdings dabei nicht, dass in der prallen Sonne abgestellte Fahrzeuge nach kurzer Zeit schon Innenraumtemperaturen von über 50 Grad aufweisen können. Deshalb möglichst im Schatten parken und das Handy geschützt vor Wärmestrahlung beispielsweise im Handschuhfach oder unter dem Sitz aufbewahren. Noch besser: Das Handy mit einer wasserdichten Hülle - sicher vor Diebstahl - beim Badespaß am Körper tragen. Einige Outdoor-Hüllen ermöglichen sogar Unterwasser-Fotos mit der Smartphone-Kamera und sie schützen vor dem Eindringen von Sand in das Gehäuse.

Handyhüllen verhindern Luftkühlung des Smartphones

Ein Smartphone wird in eine Silikon-Hülle gesteckt. © Picture-Alliance / dpa Themendienst Foto: Andrea Warnecke
Silikonhüllen können an warmen Tagen für einen Hitzestau im Smartphone sorgen.

An heißen Tagen sollte das Smartphone allerding nicht dauerhaft in dicke Handyhüllen - beispielsweise aus Silikon oder Neopren - eingepackt sein, die zusätzlich für Wärmestau sorgen können. Ideal ist es, wenn die Luft um das Gerät zirkulieren und so für eine natürliche Kühlung und den Abtransport der Wärme sorgen kann. Eine aktive Kühlung des Smartphones - beispielsweise in einer Kühlbox, einem Kühlschrank oder gar einem Eisfach - unbedingt vermeiden. Auch dauerhaft niedrige Temperaturen können schwere Schäden an den Geräten verursachen.

Prozessor nicht überlasten: Auf Games und Videos verzichten

Bestimmte Anwendungen verlangen dem Smartphone viel Leistung ab. Um die Produktion zusätzlicher Eigenwärme zu vermeiden, besser an heißen Tagen auf Games und das Schauen langer Videos verzichten. Das entlastet den Prozessor und den Akku des Geräts.

Handy nicht im warmen Zustand aufladen

Das Gleiche gilt für das Aufladen: Bereits warmgelaufene Geräte besser nicht ans Ladegerät ansschließen. Besonders beim Schnellladen produziert der Akku Eigenwärme. Das Handy besser vor dem Laden komplett ausschalten und Abkühlen lassen. Zum Herunterkühlen kann auch der Flugmodus des Geräts eingeschaltet werden.

Erste Hilfe bei eindringendem Wasser und Sand

Ein Smartphone ist am Strand in den Sand gefallen. © Colourbox
Ist das Smartphone am Strand in den Sand gefallen, das Gehäuse mit einem Fön ausblasen.

Viele moderne Smartphones besitzen bereits einen Basisschutz gegen Staub und Wasser. Ist dennoch beim Badetag am Strand Wasser oder Sand in das Gerät eingedrungen, können Erste-Hilfe-Maßnahmen das Smartphone eventuell retten. Ist das Handy ins Wasser gefallen, das Gehäuse soweit wie möglich zerlegen und Akku, SIM-Karte und ggfs. Speichermedien entfernen. Das Gerät nach dem oberflächlichen Trocknen in ein Gefäß mit trockenen Reis-Körnern legen. Die Reiskörner nehmen die Feuchtigkeit auf. Ist Sand oder Staub eingedrungen, nach dem Zerlegen mit dem Kaltluftmodus eines Haartrockners ausblasen.

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Dieses Thema im Programm:

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