Stand: 21.01.2020 14:59 Uhr  - Mein Nachmittag

Gold als Geldanlage kaufen und verkaufen

Gold - allein das Wort hat einen magischen Klang. Seit Jahrtausenden gilt das Edelmetall als Inbegriff von Luxus und Wohlstand. Inzwischen besitzen längst nicht nur Adelige und Reiche Gold, sondern auch Millionen Normalbürger, etwa als Ehering oder Schmuckstück. In Krisenzeiten hat sich Gold außerdem als Geldanlage bewährt. Da es beim Handel mit Gold meist um große Werte geht, lockt die Branche Betrüger an. Wer Gold kaufen oder verkaufen möchte, sollte also vorsichtig sein und sich gut informieren.

Gold als Anlage: Lohnt sich der Kauf oder Verkauf?

Mein Nachmittag -

Eine Möglichkeit, sein Geld anzulegen, ist Gold. Der Preis für das glänzende Metall ist auf das höchste Niveau seit Jahren geklettert. Sollte man also kaufen oder besser verkaufen?

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Gold ist nicht gleich Gold

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Goldbarren bestehen nahezu aus reinem Gold.

Der Wert von Gold hängt entscheidend von der Qualität ab. Reines Gold gibt es in der Praxis nicht. Selbst hochwertigste Barren, sogenanntes Feingold, enthält einen geringen Anteil anderer Stoffe. In vielen Fällen werden bewusst Metalle wie Nickel, Silber, Zink oder Kupfer mit Gold verschmolzen, etwa um die Härte und Formbarkeit zu verändern. Der Goldanteil in diesen sogenannten Legierungen entspricht dem Gewichtsanteil in Promille und wird in das Goldstück geprägt. Trägt ein Ring etwa eine Prägung "333", bestehen von 1.000 Gewichtsanteilen 333 aus reinem Gold - von 100 Gramm Gesamtgewicht also 33,3 Gramm. Gängige Goldlegierungen sind außerdem 585, 750 und 900. Bei reinstem Feingold sind es 999,9. Scheideanstalten können Legierungen wieder trennen und so etwa aus eingeschmolzenem Schmuck Barren herstellen.

Was kostet Gold?

Der Goldpreis wird an Börsen ständig neu ermittelt und häufig in US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm) angegeben. Deutsche Anleger müssen also den Wechselkurs berücksichtigen. Vom Jahr 2010 bis 2020 hat sich der Goldpreis pro Feinunze von etwa 800 auf 1.400 Euro erhöht - allerdings mit starken Schwankungen. Für Edelmetallhänder zählt nur der reine Goldpreis. Wer dort Schmuck verkaufen möchte, bekommt nur den Materialwert. Schmuckhändler geben meist etwas mehr, denn sie berücksichtigen auch die Verarbeitung des Goldes. Wer Schmuck neu kauft, bezahlt ebenfalls deutlich mehr als den reinen Goldpreis.

Anleger kaufen Barren oder Münzen

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Die Münze 1 Unze Gold Maple Leaf ist in Kanada offizielles Zahlungsmittel und weltweit Anlageobjekt.

Anleger, die Gold nicht als Schmuck tragen wollen, investieren am besten in Münzen oder Barren. Gängige Gewichte sind 1, 2, 5, 10, 50, 100 oder 1.000 Gramm sowie besonders bei Münzen 1 Feinunze (oz). Je größer der Barren, desto günstiger der Preis pro Gramm. Dennoch kann es sinnvoll sein, mehrere kleine Barren zu kaufen, etwa wenn man später nur einen Teil des Goldes wieder verkaufen möchte. Münzen sind in der Relation zum Gewicht etwas teurer, haben aber in einigen Fällen einen zusätzlichen Sammlerwert.

Gold kaufen und verkaufen

Goldkauf und -verkauf ist Vertrauenssache. Laien können kaum erkennen, ob es sich bei angebotenem Gold um echtes Edelmetall handelt. Vermeintlich günstige Angebote können daher zum Reinfall werden. Gold sollte man nur bei Banken, Scheideanstalten oder seriösen Händlern kaufen. Auch beim Verkauf ist Vorsicht geboten. Manche Aufkäufer zahlen Preise erheblich unter dem wahren Wert. Im Internet können sich Verkäufer und Käufer schnell über den aktuellen Goldpreis informieren. Vergleichsportale nennen die Preise verschiedener Händler. Dazu müssen allerdings die Legierung und das Gewicht des Goldes bekannt sein.

Lohnt sich die Anlage in Gold?

In Gold zu investieren, ist eine Wette auf die künftige Preisentwicklung. Niemand kann zuverlässig vorhersagen, wie und wann der Goldpreis steigt oder fällt. Im Unterschied zu anderen Investitionen etwa in Aktien oder Festgeld wirft Gold keine laufende Rendite ab. Der Gewinn kann ausschließlich im Wertzuwachs liegen, ein Totalverlust ist allerdings ausgeschlossen. Außerdem entstehen bei jedem Kauf und Verkauf Kosten, ebenso bei der sicheren Verwahrung, etwa in einem Bankschließfach. Experten raten, nicht mehr als fünf bis zehn Prozent des eigenen Vermögens in Gold anzulegen.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 16.01.2020 | 16:20 Uhr

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