Stand: 04.04.2017 13:15 Uhr

Bärlauch - das aromatische Frühlingskraut

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Frischen Bärlauch gibt es nur im Frühjahr. Dann findet man ihn in Wäldern oder auf dem Markt.

Bärlauch zählt zu den ersten frischen Kräutern, die im Frühjahr in freier Natur oder auch im Garten wachsen. Damit ist das aromatische Kraut mit den 20 bis 30 Zentimeter langen Blättern und dem charakteristischen knoblauchartigen Geschmack in der Küche ein echter Frühlingsbote.

Verwendung: Bärlauch richtig zubereiten

Ob als Pesto, Suppe oder als würzige Zutat für Käsecremes und Butter: Bärlauch lässt sich sehr vielseitig verwenden. Vor dem Zubereiten zunächst die harten Stiele entfernen, die Blätter gründlich waschen und nach Bedarf klein schneiden. Bei warmen Gerichten, etwa einer Suppe, sollte man den Bärlauch nicht zu stark erhitzen und möglichst erst am Schluss zum fertigen Gericht hinzufügen, damit er sein Aroma behält. Auch die Blüten sind essbar: Sie eignen sich sehr gut zum Garnieren, beispielsweise für Salat.

Rezepte

Rezepte mit Bärlauch

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Sehr einfach zuzubereiten ist Bärlauch-Pesto. Hierzu das Kraut zu etwa gleichen Teilen mit Pinienkernen - wahlweise Walnüssen - und frisch geriebenem Parmesan sowie einem guten Öl vermischen und mit einem Stabmixer zu einer feinen Masse verarbeiten. Aus dem Pesto und Nudeln lässt sich schnell ein leckeres Gericht zubereiten. Im Kühlschrank hält sich das Pesto etwa eine Woche. Ebenfalls im Handumdrehen zubereitet und ein köstlicher Snack auf frischem Brot ist Bärlauchbutter. Dazu das Kraut fein hacken, mit Butter und Salz vermengen und wahlweise mit etwas Zitronensaft abschmecken.

Bärlauch einkaufen, lagern und einfrieren

Spätestens ab April hat Bärlauch Saison. Die ersten zarten Blätter zeigt er aber bereits im März. Wer nicht selbst sammeln möchte, wird während der Saison auf Wochenmärkten und in Gemüseläden fündig. Im Geschäft sollte man nur Bärlauch ohne Blüten kaufen, denn sobald er blüht, verlieren die Blätter stark an Aroma.

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Bärlauch hat zwar ein ähnliches, Aroma wie Knoblauch, erzeugt aber keinen unangenehmen Mund- und Körpergeruch.

Auch im Kühlschrank verliert sich das typische Bärlaucharoma rasch. Frischen Bärlauch sollte man daher möglichst sofort verbrauchen, er hält sich gekühlt nur etwa ein bis zwei Tage. Zum Lagern am besten in feuchtes Küchenpapier wickeln und in das Gemüsefach des Kühlschranks legen. Das Frühlingskraut lässt sich auch einfrieren, am besten portionsweise in Gefrierbeuteln. Wer Bärlauch übrig hat, kann ihn auch in Olivenöl einlegen. Gut verschlossen hält sich das Bärlauchöl einige Monate.

Bärlauch sammeln in Wäldern

Bärlauch wächst in freier Natur vor allem an schattigen Plätzen in Laubmisch- und Buchenwäldern. Dort bedeckt er am Boden häufig größere Flächen. Um die Bestände zu schonen, sollte man pro Pflanze möglichst immer nur ein Blatt ernten. In Naturschutzgebieten dürfen Bärlauchblätter nicht gepflückt werden. Ab Ende April beginnt das Kraut zu blühen und die Erntezeit endet.

Verwechslungsgefahr: Giftige Doppelgänger

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Vorsicht, Verwechslungsgefahr: links Blätter des Bärlauchs, rechts des giftigen Maiglöckchens.

Beim Sammeln ist Pflanzenkenntnis geboten: Bärlauch ist leicht mit Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und Aronstab zu verwechseln, die sehr giftig sind. Leider wächst Bärlauch oft in unmittelbarer Nähe seiner gefährlichen Doppelgänger. Wichtige Unterscheidungsmerkmale: Bärlauch ist mattgrün, hat - anders als die Herbstzeitlose - einen dünnen Blattstiel und wächst einzeln aus dem Boden. Maiglöckchen wachsen dagegen paarweise am Stängel, ihre Blätter glänzen an der Unterseite.

Bärlauch im eigenen Garten anbauen

Wer einen eigenen Garten hat, kann das würzige Kraut auch problemlos anbauen. Die Pflanze bevorzugt schattige, feuchte Standorte und möglichst nährstoffreiche Böden. Einmal angepflanzt, breitet sich Bärlauch meist relativ schnell aus. Mit seinen weißen Blüten ist er unter Bäumen und in schattigen Gärten ein hübscher Hingucker. Botanisch ist die Pflanze mit Lauch und Zwiebeln verwandt.

Bärlauch enthält gesunde Inhaltsstoffe

Bärlauch ist übrigens nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund: Das Kraut enthält viel Vitamin C, Eisen für die Blutbildung, Kalium und Kalzium für Knochen und Zähne sowie Magnesium für die Muskeln. Er kurbelt die Verdauung an, verbessert die Durchblutung und den Stoffwechsel. Zudem soll er bei Arteriosklerose, hohem Blutdruck sowie gegen bakterielle Krankheitserreger helfen.

Zwei Menschen ernten Bärlauch.

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