Gilbert dirigiert Mahler III

Mit der gigantischen Dritten Sinfonie von Gustav Mahler hatte Alan Gilbert im Jahr 2009 seinen Einstand als Music Director des New York Philharmonic Orchestra gefeiert. Im April 2018 hatte der designierte Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters das Werk auch für seine Rückkehr nach Hamburg ausgewählt.

 

Screenshot: Alan Gilbert probt mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester © NDR Fotograf: Screenshot

Alan Gilbert über Mahlers Dritte

"Sie ergreift dich von der ersten Minute an und lässt nie wieder los", so der designierte Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters über Gustav Mahlers monumentale Dritte Sinfonie.

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Sonderkonzert
Fr, 06.04.2018 | 20 Uhr
Sa, 07.04.2018 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen von Julius Heile jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Alan Gilbert Dirigent
Gerhild Romberger Alt
Knabenchor Hannover
Damen des Chores des Bayerischen Rundfunks
Damen des NDR Chores
NDR Elbphilharmonie Orchester

GUSTAV MAHLER
Sinfonie Nr. 3 d-Moll

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Mahler-Exegese vom Fachmann

Alan Gilbert ist ein ausgewiesener Mahler-Interpret: Seit ihn seine Eltern im Alter von neun Jahren in Konzerte mit allen Mahler-Sinfonien schleppten, hat ihn dessen musikalische Welt nicht mehr losgelassen. Mit fesselnden Aufführungen rund um den Globus beweist Gilbert sein besonderes Einfühlungsvermögen in Mahlers leidenschaftliche Partituren immer wieder aufs Neue.   

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Gustav Mahlers Werk markiert den Übergang von der Spätromantik zur Moderne.
"Ein Instrument, auf dem das Universum spielt"

"Nun aber denke Dir ein so großes Werk, in welchem sich in der Tat die ganze Welt spiegelt - man ist sozusagen selbst nur ein Instrument, auf dem das Universum spielt." Mit diesen Worten beschrieb Gustav Mahler einmal gegenüber Anna von Mildenburg seine Dritte Sinfonie.

"Ein ungeheurer, mystischer Naturlaut"

Anfangs hatte er den sechs Sätzen poetische Titel gegeben, die das Werk als eine Art musikalische Evolutions-Geschichte charakterisieren: Von der ursprünglichen Natur im ersten Satz ausgehend, gipfelt die Entwicklung - nach Stationen bei den Pflanzen, den Tieren, dem Menschen und den Engeln - schließlich im großen Gesang von der Liebe, im tief ergreifenden Schluss-Adagio. Dass seine Sinfonie sich aber jeder formalen oder sprachlichen Festlegung entzieht, musste der Komponist später selbst einsehen:  "Zu weit von allem Gewesenen entfernt sich dies, das kaum mehr Musik zu nennen, sondern nur ein ungeheurer, mystischer Naturlaut ist."