Mehrere Busse stehen auf dem Gelände des ÖPNV-Betriebs aktivbus in Flensburg. © NDR Foto: Tobias Gellert
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AUDIO: Kommunale Busunternehmen: Start der Lohntarif-Verhandlungen (1 Min)

Tarifkonflikt kommunales Busgewerbe: Kein Angebot von Arbeitgeber

Stand: 09.07.2024 18:09 Uhr

Die Verhandlungen für einen neuen Lohntarifvertrag im kommunalen Busgewerbe werden wohl Ende des Monats weitergeführt. Die Gewerkschaft ver.di fordert unter anderem monatlich 580 Euro mehr Geld. Der kommunale Arbeitgeberverband hält dagegen.

Im Lohn-Tarifkonflikt im kommunalen Busgewerbe in Schleswig-Holstein haben die Arbeitgeber zum ersten Verhandlungstermin kein Angebot gemacht. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di und des kommunalen Arbeitgeberverbandes sollen die Gespräche Ende des Monats, am 29. Juli, fortgesetzt werden.

"Wir sahen uns aufgrund der hohen Forderung nicht in der Lage, bereits jetzt ein Angebot abzugeben", teilte der Vorsitzende des Fachausschusses für die Nahverkehrsbetriebe des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Schleswig-Holstein, Andreas Ortz, von der Stadtwerke Lübeck Mobil GmbH mit.

Ver.di fordert 580 Euro pro Monat mehr

Ver.di will für die Beschäftigten der kommunalen Busunternehmen in Kiel, Neumünster, Flensburg und Lübeck eine Tarifanpassung erreichen. Unter anderem fordert die Gewerkschaft 580 Euro pro Monat mehr und einen Inflationsausgleich von 3.000 Euro. Die Gewerkschaft begründet die Höhe der Forderungen mit der langen Laufzeit des ausgelaufenen Tarifvertrags und der zuletzt starken Inflation. Laut ver.di-Sprecher Frank Schischefsky komme man dem Wunsch der Busfahrerinnen und Busfahrer nach. Lange Zeit seien die Löhne nicht angepasst worden, so die Gewerkschaft.

Arbeitgeberverband: Forderung "maßlos und übertrieben"

Jan Jacobsen vom kommunalen Arbeitgeberverband sagte dagegen, dass es vor etwa einem Jahr die letzte Erhöhung gegeben habe. Die Gewerkschaftsforderung bezeichnete er als "maßlos und übertrieben". Im Vergleich seien die Forderungen beim Omnibusverband Nord, also den privaten Busunternehmen, deutlich geringer, so Jacobsen. Dort liege die Forderung um 205 Euro niedriger. Jacobsen fordert von ver.di daher zunächst eine klare Begründung, wie es rein rechnerisch zu der Höhe der Forderungen komme.

Letzte Warnstreiks im Frühjahr

Im Frühjahr war es mehrfach zu Warnstreiks bei den kommunalen Busunternehmen gekommen. Hintergrund waren die Tarifverhandlungen für Busfahrerinnen und Busfahrer. Dabei ging es nicht um mehr Geld, sondern um eine Reduzierung der Arbeitszeit. Ende März kam es zu einer Einigung. Im aktuellen Tarifkonflikt geht es um einen neuen Lohntarifvertrag für die Beschäftigten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.07.2024 | 14:00 Uhr

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