Stand: 18.12.2018 13:00 Uhr

A7-Ausbau: (Fast) wieder freie Fahrt in SH

Sie verbindet Skandinavien und Zentraleuropa - und das seit Dienstag in Schleswig-Holstein (fast) wieder baustellenfrei: die A7. Als Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Nachmittag gemeinsam mit dem parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), bei Kaltenkirchen das symbolische Band durchschnitt und damit die Strecke zwischen Neumünster-Süd und Brokenlande freigab, war es allerdings ein Abschluss mit Ausnahme: Bei Neumünster-Mitte hakt es weiterhin noch eine Weile an einer Brückenbaustelle. Bereits in der vergangenen Woche war der Abschnitt zwischen Quickborn und Schnelsen-Nord freigegeben worden. Die Kosten für den Ausbau wurden mit 600 Millionen Euro angegeben.

Günther: "Ich bin stolz auf das Projekt"

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Bernd Buchholz (FDP, l-r), Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesverkehsministerium, Dirk Brandenburger, Geschäftsführer der DEGES und Daniel Günther (CDU) bei der offiziellen Freigabe der A7.

"Mit der sechsspurig ausgebauten A7 haben wir wieder eine leistungsfähige Verkehrsachse im Norden", sagte Günther, während der Verkehr unaufhörlich rollte und Lkw-Fahrer freudig hupten. "Ein guter Tag für das Land." Günther bedankte sich bei den Anwohnern entlang der Strecke sowie den Autofahrern und der heimischen Wirtschaft für ihre Geduld. "Es war ein Projekt, auf das ich immer stolz war, wenn ich hier entlanggefahren bin."

Ende März sollen alle Abschnitte fertig sein

Autofahrern stehen damit auf einer Länge von 65 Kilometern je Richtung drei Spuren zur Verfügung - mit der drei Kilometer langen Ausnahme bei Neumünster-Mitte. Dort waren zwei Bahnunterführungen schwieriger als zu Beginn gedacht, wie die Baufirma Via Solutions erklärte. Der Untergrund sei schlecht und die Koordination mit dem laufenden Bahnverkehr eine große Herausforderung. Ende März soll aber auch dieser Abschnitt geschafft sein.

Weiterfahrt mit Hindernissen

Auch wenn Autofahrer auf der A7 in Schleswig-Holstein bald freie Fahrt haben werden: Die Fahrt nach oder von Hamburg bleibt eine Geduldsprobe. Bis 2020 sollen die ersten beiden Lärmschutztunnel fertig sein. Im gleichen Jahr könnten nach aktuellen Planungen die Bauarbeiten am Tunnel Altona beginnen, die dann bis voraussichtlich 2025 dauern werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.12.2018 | 08:00 Uhr

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