500.000 Euro Schaden nach Brand in Fabrikhalle

Stand: 06.10.2022 12:26 Uhr

In einer Teefabrik in Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) ist am Mittwochabend ein Feuer ausgebrochen. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten.

Um kurz vor Acht wurden am Mittwochabend viele Kaltenkirchenerinnen und Kaltenkirchener über ihr Handy vor einem großen Brand in der Stadt gewarnt. Die Leitstelle hatte den Alarm ausgelöst, weil in einer Fabrikhalle ein Feuer ausgebrochen war.

Produktionsmaschine geriet in Brand

Laut Feuerwehr handelte es sich um einen Betrieb, der Teebeutel herstellt. Nach ersten Erkenntnissen hatte eine Produktionsmaschine Feuer gefangen. "Wir wurden alarmiert, initial mit einer unklaren Rauchentwicklung. Das Feuer war von außen nicht erkennbar", berichtet Frederic Jung von der Feuerwehr Kaltenkirchen. "Bei dem Innenangriff haben die zuerst vorgehenden Trupps tatsächlich ein Feuer in der Lagerhalle festgestellt." Die Flammen griffen auf die Fabrikhalle und das Dach über. Dabei entstand so starker Rauch, dass der Alarm für die ganze Stadt ausgelöst wurde. Anwohnerinnen und Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch ein Restaurant und ein Wohnhaus in der Nähe der Halle wurden vorsichtshalber geräumt.

Feuerwehrwagen und Feuerwehrleute stehen vor einer qualmenden Fabrikhalle in Kaltenkirchen. © Daniel Friederichs Foto: Daniel Friederichs
AUDIO: Feuer in Fabrikhalle in Kaltenkirchen (1 Min)

100 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Löscharbeiten dauerten fast vier Stunden, rund 100 Feuerwehrleute waren bis Mitternacht im Einsatz. Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden von rund einer halben Million Euro. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht derzeit von einem technischen Defekt an der Produktionsmaschine als Ursache für den Brand aus.

Betrieb soll spätestens Montag wieder anlaufen

Aktuell steht der Betrieb in Kaltenkirchen komplett still. Nach dem Brand muss unter anderem die Stromversorgung auf dem Gelände geprüft werden, bevor es weiter gehen kann, sagte Geschäftsführer Stephan Dieckmann gegenüber NDR Schleswig-Holstein. Spätestens am Montag soll der Betrieb aber wieder anlaufen. Da mit einer von drei Hallen nur ein kleiner Teil der Produktion betroffen ist, sollen die insgesamt 30 Mitarbeiter der Firma auch alle weiterarbeiten können. Wenn nötig, sollen sie in anderen Bereichen eingesetzt werden.

Weitere Informationen
Die Einsatzkräfte löschen das Reetdach © Jonas Hanst Foto: Jonas Hanst

Bürgerhaus Kaltenkirchen soll wieder aufgebaut werden

Ein Feuer hatte am Freitag das Gebäude in Teilen zerstört. Der Bürgermeister rechnet mit Sanierungskosten in Millionenhöhe. mehr

Schriftzug "www.POLIZEIE.schleswig-holstein.de" steht an der Tür eines Streifenwagens der Polizei. © NDR Foto: Pavel Stoyan

Brand in Baumschule in Schenefeld: Ex-Mitarbeiter unter Verdacht

Die Wohnung des Verdächtigen wurde durchsucht, er ist jedoch wieder auf freiem Fuß. mehr

Nach einem Großbrand in Schenefeld, räumen Bagger die zerstörten Überreste weg. © NDR

Millionenschaden nach Großbrand in Schenefeld

In Schenefeld ist die Lagerhalle einer Baumschule vollständig niedergebrannt. Insgesamt 400 Feuerwehrleute waren im Einsatz. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.10.2022 | 14:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Ein Nahverkehrszug. © picture alliance/dpa/Deutsche Presse-Agentur GmbH | Jens Büttner

49-Euro-Ticket: Madsen rechnet mit Einführung zum 1. April

Madsen sieht noch einige Baustellen. So müssten Tarife aufeinander abgestimmt werden. mehr

Videos