Stand: 12.01.2018 14:48 Uhr

Polizei im Emsland unterstützt Unfallopfer

In einem Pilotprojekt im Emsland sollen Angehörige und Zeugen von tödlichen Verkehrsunfällen künftig von der Polizei beraten werden. Wie die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim am Freitag mitteilte, sollen Betroffene aus den beiden Landkreisen unmittelbar nach dem Unfall eine kostenlose Beratung und konkrete Ersthilfe bekommen. Dies gelte für den Umgang mit Behörden und Versicherungen sowie für Hilfe bei der Suche nach Fachanwälten, nach medizinisch-psychologischer Erstberatung oder bei der Vermittlung von Hilfsangeboten anderer Organisationen. Diese Berater sollen eine Art Lotse bei der Suche nach Unterstützung sein. Dieses Projekt sei in Niedersachsen bislang einmalig, sagte ein Polizeisprecher.

Bislang ging es nur ums Materielle

Für Kriminalitätsopfer gebe es bereits einige Angebote, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Karl-Heinz Brüggemann. Anders im Verkehrsbereich, dort habe sich die Polizei bislang auf die Versicherungen verlassen. "Materiell waren die Opfer entsprechend abgesichert", sagt Brüggemann. "Es gab einen Verursacher, das Auto war versichert, also gab es auch irgendwo Geld." Weiter sei der Blick einfach nicht gegangen. "Das ist uns aufgefallen. Und da haben wir gesagt, wir müssen etwas tun." Die Beratung steht nicht nur den Geschädigten und den Hinterbliebenen zur Verfügung, sondern auch den Ersthelfern und den Unfallverursachern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 12.01.2018 | 15:30 Uhr

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