Stand: 30.06.2021 15:48 Uhr

Tödlicher Streit um Hundekauf: Bewährungsstrafen für Familie

Blick auf die Eingangstür des Landgerichts Lüneburg. © NDR Foto: Julius Matuschik
Die Haftstrafen gegen die Familienmitglieder wurden zur Bewährung ausgesetzt. (Themenbild)

Nach einem heftigen Streit zwischen zwei Familien um den Kauf eines Hundes auf einem Parkplatz in Wietze (Landkreis Celle) sind vor dem Landgericht Lüneburg die Urteile gefallen. Das Gericht sprach Bewährungsstrafen gegen ein Ehepaar und dessen Sohn aus. Da dieser zum Tatzeitpunkt noch heranwachsend war, wurde nicht das Erwachsenenstrafrecht angewandt. Er wurde zu einer zweijährigen Jugendstrafe wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt.

Anwälte hatten Freispruch gefordert

Nach Ansicht des Gerichts hatte zunächst die Mutter eine Frau mit der Hundeleine geschlagen. Sie erhielt eine Strafe von zehn Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Vater, der laut Anklage gemeinsam mit seinem Sohn den Lebensgefährten der Frau verprügelt hatte, erhielt eine Strafe von 20 Monaten. Der Lebensgefährte war bei dem Streit um die Rückabwicklung des Hunde-Verkaufs im Oktober 2017 so schwer verletzt worden, dass er zwei Jahre später nach zwei Kopfoperationen und Wachkoma starb. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die Anwälte hatten Freispruch für die Angeklagten gefordert.

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Ein Schild mit der Aufschrift "Landgericht Lüneburg", am Haupteingang des Landgerichtes  in Lüneburg. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze

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Ein alter Kran im Lüneburger Hafenviertel. © NDR Foto: Julius Matuschik
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NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 30.06.2021 | 15:00 Uhr

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