Der sogenannte "Wichernkranz" leuchtet auf dem rund 56 Meter hohen Wasserturm in Lüneburg. © Philipp Schulze/dpa Foto: Philipp Schulze

Lüneburg: Aus für das Spendenprojekt Wichernkranz

Stand: 07.07.2021 16:54 Uhr

Auf dem historischen Wasserturm am Rande der Lüneburger Innenstadt wird in der Vorweihnachtszeit kein Adventskranz mehr leuchten. Die Diakonie beendet das Spendenprojekt nach 13 Jahren.

Der Grund sind die Kosten, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stünden, hieß von der Diakonie. Sie ist für den Wichernkranz mit seinen leuchtenden Ringen und Kerzen aus Metall verantwortlich. Es müsste ins Material investiert werden, hieß es. Zudem hätten Telefonanbieter in den vergangenen Jahren begonnen, für das Verbuchen der Spendenanrufe Gebühren zu fordern.

Spendenanrufe brachten den Kranz zum Leuchten

Immer zur Adventszeit hatte der Kranz aus Metall auf dem Lüneburger Wasserturm gestrahlt. Mit einem Anruf konnte er zum Leuchten gebracht werden - gleichzeitig spendeten die Anruferinnen und Anrufer Geld für ein wohltätiges Projekt. Im nächsten Winter wird er nun nicht mehr per Kran auf den 56 Meter hohen Turm gehoben.

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67.000 Euro für soziale Projekte kamen zusammen

Der Wichernkranz sei mehr als ein Licht in der Adventszeit gewesen, sagen Diakonie, evangelischer Kirchenkreis und Wasserturmverein Lüneburg. Sie freuen sich nach eigenen Worten darüber, dass mit ihm ein sichtbares Zeichen für diakonisches Handeln in der Region Lüneburg gesetzt werden konnte. Insgesamt kamen über die Jahre 67.000 Euro an Spenden für soziale Projekte zusammen. Ob und wie der Wichernkranz künftig weiterverwendet wird, ist noch offen.

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Der Wiechernkranz wird von einem Kran auf den alten Wasserturm Lüneburgs gehoben. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 07.07.2021 | 15:00 Uhr

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